Geld weg bei Fidor Bank – Hilft der Datenschutz?

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Auch für die Fidor Bank gilt seit dem 25.05.2018 die EU-Datenschutzgrundverordnung. Wir nehmen derzeit einige Anrufe entgegen, in denen uns Kunden der Fidor Bank AG das Verschwinden von Geldbeträgen von ihrem Konto bei der Fidor Bank schildern.

Teilweise wurden hohe Beträge abgebucht, ohne dass dies (so die Ausführungen der Bankkunden) von ihnen veranlasst wurde.

Auf unserer Internetseite www.recht-freundlich.de finden Sie diverse weitergehende Informationen, falls Sie von einem Betrug bei der Fidor Bank betroffen sind, und Ihr Geld verschwunden ist.

Nachfolgend wollen wir kurz die datenschutzrechtlichen Aspekte eines solchen Betrugs und unberechtigten Zugriffs auf das Bankkonto darstellen.

Wir empfehlen dringend allen Betroffenen, die in rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Fidor Bank sind, ihre datenschutzrechtlichen Auskunftsansprüche nach Artikel 15 DSGVO geltend zu machen.

Teilweise weigert sich die Fidor Bank beispielsweise mitzuteilen, wer der Empfänger der unberechtigten Zahlungen gewesen ist. Dies ist stellenweise kurios oder bemerkenswert, wenn der Empfänger auch ein Konto bei der Fidor Bank hat.

Gemäß Artikel 15 Abs. 3 DSGVO gibt es einen Anspruch auf Übermittlung von Kopien aller personenbezogenen Daten, die für Bankkunden gespeichert werden. Nachdrücklich sollte auf dieses Recht gedrängt werden.

Wenn wir Bankkunden bundesweit vertreten, die mit Betrugsfällen bei der Fidor Bank konfrontiert sind, haben wir uns in der Praxis angewöhnt, solche Auskunftsansprüche auf jeden Fall mit geltend zu machen. Sie finden ein Musterauskunftsschreiben auf folgender Website:

Musterschreiben für Auskunft nach DSGVO – Art. 15 DSGVO

Wir erhoffen uns von einer entsprechenden datenschutzrechtlichen Auskunft weitergehende Informationen über den Betrugsfall und die Wege, die das verschwundene Geld genommen hat.

Einige Banken versuchen, nach der Geltendmachung eines datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruchs zunächst nur eine Übersicht der gespeicherten Daten zu übersenden, um eine umfangreiche Recherche und Dokumentation sowie den Ausdruck der vielen Daten zu vermeiden. Damit müssen Sie sich nicht zufriedengeben.

Wird innerhalb eines Monats keine vollständige Auskunft erteilt, haben Sie einen Anspruch, der ggf. auch vor Gericht durchgesetzt werden kann. Darüber hinaus empfehlen wir in solchen Fällen, die Aufsichtsbehörde einzuschalten.

Nach unserer Einschätzung ist eine unvollständige und fehlerhafte Auskunftserteilung ein Bußgeldtatbestand. Gemäß Artikel 83 DSGVO sollen Bußgelder abschreckend sein. Dies sollte dann auch die Fidor Bank spüren.

Gern unterstützen wir Betroffene bundesweit, die in rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Fidor Bank sind.

Wir führen derzeit verschiedene Gerichtsverfahren gegen die Fidor Bank, um bei unberechtigten Überweisungen Schadensersatzansprüche gegen die Fidor Bank durchzusetzen. Es soll nicht dabei bleiben, dass Ihr Geld verschwunden ist.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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