Rechtsanwalt gegen Cybermobbing

Sie suchen einen Rechtsanwalt, der Ihnen gegen Cyber-Mobbing hilft? Dann sind Sie bei uns richtig. Unsere Kanzlei ist auf das IT-Recht spezialisiert, also auf alle rechtlichen Fallgestaltungen, die mit dem Internet zusammenhängen. Gern helfen wir Ihnen weiter, wenn Sie ein Anliegen bezüglich Cybermobbing haben. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie an, um zunächst unverbindlich mit einem Rechtsanwalt zu sprechen.

Einleitung zum Cybermobbing und Rechtsanwalt

Immer mehr aus dem analogen Zeitalter stammende Begebenheiten schwappen nach und nach in die digitale Welt. Dies bekommen wir nahezu täglich als Kanzlei direkt mit. Dabei sind nicht nur die angenehmen Vorzüge durch die Digitalisierung potenziert worden, leider hat der digitale Wandel auch dazu geführt, dass Problematiken durch die stärkere Vernetzung verstärkt wurden. Eines dieser Probleme ist das Mobbing, welches als Cybermobbing immer weiter um sich greift und zu großen sozialen Negativfolgen führen kann. Als Rechtsanwalt ist man teilweise schockiert zu erfahren, was sich alles im Internet in Bezug auf Mobbing abspielt. Der vorliegende Beitrag soll einen kurzen Überblick darüber verschaffen, was Cybermobbing überhaupt genau ist, in welchen Formen es auftreten kann und was man rechtlich – als Opfer oder als Dritter, der von Cybermobbing Kenntnis erhält – tun kann (Rechtsanwalt kontaktieren, um sich zu wehren!), um dem Mobbing im Word Wide Web entgegen zu treten.

Cyber-Mobbing – Was ist das überhaupt?

Unter Cyber-Mobbing (auch Cyber-Bullying genannt) wird das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen verstanden, wobei man sich in erster Linie Internet- und Mobiltelefondiensten als digitale Kanäle bedient. Der Täter (der sog. „Bully“ oder „Mobber“) sucht sich in der Regel ein Opfer, von dem er Schwäche und wenig Gegenwehr erwartet, um möglichst hart mit dem Mobbing treffen zu können. Schon von vornherein sorgt dies dafür, dass zwischen Täter und Opfer ein Ungleichgewicht besteht, der Mobber als starke Persönlichkeit auftritt, während das Opfer durch die Schwäche weiter in die soziale Isolierung gedrückt werden soll.

Schauplatz des Cyber-Mobbings ist in erster Linie das Internet, und dort besonders häufig soziale Netzwerke. Auch über Smartphones kann ein Bullying stattfinden, bspw. mit Diensten wie WhatsApp oder bloße Terroranrufe – wobei letzteres eher zum „klassischen“ Mobbing gezählt werden dürfte. Laut einer Studie findet das Mobbing besodners häufig in den Sozialen Netzwerken statt, worauf ganze 20% entfallen sollen. Mobbing über das Smartphone nimmt mittlerweile laut Studie schon 12% ein.

Durch den technischen Fortschritt ist es dem Täter in den meisten Fällen möglich, unter einem anonymen Deckmantel zu handeln, wodurch er sich einerseits geschützt fühlt, andererseits eine noch gesteigerte Aggressivität und Chuzpe hieraus resultiert. Dies heißt aber grade nicht, dass Täter und Opfer sich nicht kennen – meist wird das Cybermobbing zwischen Bekannten betrieben, bspw. aus Schule, Studium oder Arbeit oder einfach nur dem gleichen Wohnort. Wird man zum Opfer des Cyber-Bullying, kann man daher oft aus dem Umfeld einen Personenkreis bestimmen, welcher hinter dem Mobbing stecken kann. Dies kann wichtig für das weitere Vorgehen sein. Besonderes Indiz ist natürlich, wenn das Mobbing nicht alleine im digitalen Umfeld stattfindet, sondern ein „klassisches“ Mobbing aus der analogen Welt lediglich als Cyber-Mobbing in der digitalen Welt weiter geführt wird. In diesem Fall ist der Täter eindeutig bekannt, was für die Gegenwehr ein erster wichtiger Punkt ist, um eine Strategie zum zur Wehr setzen auszuarbeiten.

Da Cyber-Mobbing in den letzten Jahren zu einem immer größeren Phänomen geworden ist, wurden verschiedene Studien über das Mobbing betrieben. Laut einer Studie wurden bspw. im Jahr 2014 ganze 17 % der befragten jugendlichen Internet-Nutzer Opfer von Falschaussagen oder Beleidigungen in ihrem digitalen Umfeld, wobei die Altersgruppe der 18-19-Jährigen ganz besonders betroffen zu sein scheint. Ganze 38% gaben sogar an, dass ihnen aus ihrem Bekanntenkreis bekannt ist, dass eine Person im Internet oder über Handy Opfer von Mobbing geworden ist. 14 % der Befragten gaben zudem an, dass bereits peinliche oder beleidigende Fotos und Videos von ihnen ohne vorherige Erlaubnis ins Internet gestellt worden seien – was grade für den weiteren Lebensweg und den Weg in den Arbeitsmarkt von großer Problematik sein kann. Das Problem ist also kein Nischenthema, sondern beschäftigt Praxis und Wissenschaft gleichermaßen. Besonders wichtig ist es natürlich, den Opfern beizustehen sowie Hilfestellungen anzubieten, wie man sich gegen das Cyberbullying wehren kann.

Cybermobbing ist für einen Rechtsanwalt ein relativ neues Phänomen, unterscheidet sich von anderen Persönlichkeitsrechtsverletzungen aber in rechtlicher Hinsicht nicht sehr deutlich. Lediglich einige besondere Umstände müssen in technischer und tatsächlicher Hinsicht vom Rechtsanwalt beachtet und gekannt werden. Der rechtliche Schutz des Opfers wird vom Rechtsanwalt genauso durchgesetzt, wie es bei Mobbing in der “analogen Welt” der Fall wäre. Aufgrund der besonderen Brisanz des Cyber Mobbing hat der Rechtsanwalt aber auch juristisch einige Argumente mehr, den Täter zu stellen.

Besondere Brisanz des Online-Mobbing

Das Cyber-Mobbing unterscheidet sich in einigen Punkten vom „klassischen“ Mobbing, welche das digitale Bullying noch heikler erscheinen lassen als das analoge Bullying:

Zeitliche Unabhängigkeit

Während das klassische Mobbing meist nur zu normalen Tageszeiten erfolgt, also wenn Täter und Opfer zusammen treffen, kann das Cyber-Mobbing theoretisch rund um die Uhr erfolgen. Eine private Nachricht in einem Sozialen Netzwerk oder per Smartphone wird zu jeder Tageszeit zugestellt, sodass das Opfer nie sicher sein kann, seine Ruhe zu haben.

Vergrößerte Öffentlichkeit und Verbreitung

Digitale Inhalte sind in sämtlichen Szenarien deutlich schwieriger zu überwachen und zu kontrollieren als analoge Inhalte. Ist eine Äußerung einmal getroffen, kann sie sich rasend schnell verbreiten und damit ein ungleich größeres Publikum erreichen. Das Ausmaß der Bloßstellung wird hierdurch immens vergrößert, die Brisanz für das Opfer deutlich erhöht.

Anonymität

Wie bereits dargelegt können Mobber im digitalen Umfeld meist anonym agieren und damit deutlich schwieriger ausfindig gemacht werden. Das Opfer muss so gegen ein „Phantom“ kämpfen, was das zur Wehr setzen deutlich erschwert.

Kein Feedback des Opfers

Natürlich gibt es Fälle, in denen das Opfer dem Mobber antwortet. In vielen Fällen nimmt das Opfer jedoch die Attacke weitgehend schweigend hin und leidet „im Stillen“. Da in diesen Fällen zwischen Täter und Opfer und zwischen Opfer und Allgemeinheit kein konkreter Kontakt besteht, wird die Reaktion und das Leiden des Opfers nicht zur Kenntnis genommen, sodass auch ein eventuelles Abschrecken für den Täter nicht zu erwarten ist.

Formen des Internetmobbings

Cybermobbing kann in verschiedenen Arten auftreten. Das wiederholte Versenden von Nachrichten mit beleidigendem Inhalt per Mail, in sozialen Netzwerken oder per Smartphone ist der klassischste Fall. Aber auch das analoge Lästern kann in das digitale Umfeld verschoben werden und wird als Bullying gewertet. Sozialer Ausschluss kann ebenfalls digital passieren, indem Menschen von Gruppennachrichten ausgeschlossen werden o.Ä.

Sollten Sie Opfer von Cybermobbing sein ist es ratsam, die Mobbingangriffe gut zu dokumentieren. Fertigen Sie Screenshots der Nachrichten etc. an und rufen Sie, wenn möglich, Zeugen hinzu, die sich diese Nachrichten auf der Originalwebsite (Facebook, Email-Account) auch durchlesen. So kann Ihr Rechtsanwalt später für Sie die Beweisführung vor Gericht optimal durchführen. Ein Rechtsanwalt kann Ihnen umso besser helfen, je mehr Beweise Sie frühzeitig gesichert haben.

Auswirkungen auf die Opfer von Internetmobbing

Cybermobbing stellt eine Art der psychischen Gewalt dar, weshalb es nicht überraschend ist, dass die Opfer sich dieser oft hilflos und verzweifelt gegenübersehen. Depressionen und Schlafstörungen sind eine häufige Folge, die seelische Belastung kann so enorm werden, dass sie sich in körperlicher Form niederschlägt: Besonders häufig sind Bausch- und Kopfschmerzen sowie Weinkrämpfe eine Folge des Mobbings und auch des Cyber-Mobbings. Das Leiden der Opfer ist nicht zu unterschätzen und kann im Einzelfall sogar dazu führen, dass das Leben durch Suizid beendet wird. Vereinzelt sind solche Fälle in den letzten Jahren bekannt geworden. Man sieht daran, wie besonders wichtig es ist, das Thema Cyber-Bullying anzusprechen und den Opfern Hilfe aus allen Richtungen zu geben – nicht nur rechtliche, sondern auch soziale und medizinische Hilfe.

Die enormen Auswirkungen des Internet Mobbings auf die Betroffenen ist für den Rechtsanwalt ein juristisches Argument, welches in der zivilrechtlichen Seite der Gegenwehr eine Rolle spielen kann. Teilen Sie Ihrem Rechtsanwalt offen mit, welche Schäden Sie genommen haben und wie Sie sich fühlen. Ihr Rechtsanwalt wird dafür sorgen, dass diese tatsächlichen Umstände auch rechtlich zu Ihren Gunsten bewertet werden können.

Vorbeugende Maßnahmen möglich?

Um dem Cyber-Mobbing weitgehend zu entgehen, können einige vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Zunächst sollte man sicherstellen, selbst immer mit Respekt gegenüber anderen aufzutreten und somit möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Weiterhin sollte man möglichst wenig persönliche Daten digitalisieren, denn je weniger der Gegenüber von einer Person weiß, desto weniger Angreifbar ist diese. Grade Zugangsdaten, Passwörter und andere vertrauliche und persönliche Daten sollten nicht weitergegeben werden, um jeglichen Missbrauch der Daten zu vermeiden. Kennt der Gegenüber bspw. die Mail-Adresse des Opfers nicht, kann er ihr logischerweise auch keine Hass-Mail schreiben. In Sozialen Netzwerken sollte man sich besonders intensiv mit den Datenschutzmöglichkeiten auseinandersetzen und insb. Personen blockieren, die sich unsachgemäß artikulieren.

Was tun bei Cybermobbing?

Bei aller Versuchung sollte man eines nicht tun: Nicht selbst zum Täter werden und mit ähnlichen mitteln zurückschlagen. Dies soll grade nicht bedeuten, das man sich nicht wehren soll – man sollte auf eine öffentliche Demütigung allerdings keinesfalls damit reagieren, den Täter ebenfalls öffentlich zu demütigen. Unter Umständen macht man sich damit auch rechtlich selbst zum Täter, selbst wenn man vorher provoziert wurde. Erfolgversprechender ist es, im sozialen Umfeld den Täter derart an den Pranger zu stellen, dass es für ihn aus moralischen gründen ungemütlich wird und darüber hinaus den Rechtsweg einzuschlagen. Hierfür sollte man Beweise sichern bspw. mittels Screenshots oder Ausdrucken. Außerdem sollte man Vertrauenspersonen kontaktieren, die einem in der besonders anspruchsvollen Situation unterstützen und mit ruhigem Blick die Folgen jeder Handlung besser abschätzen können als das emotionalisierte Opfer. Solche Personen können auch für diese Zwecke eingeteilte Beamte bei der Polizei sein, aber auch SchulpsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen und MediatorInnen. Der Gang zum Rechtsanwalt ist dann angezeigt, wenn das Cybermobbing ein Ausmaß annimmt, welches nicht mehr erträglich ist. Dann sollte ein Rechtsanwalt alle Register ziehen, um dem Opfer wieder Ruhe zu verschaffen und den Täter zum Aufhören zu bewegen.

Rechtsanwalt einschalten?

In rechtlicher Hinsicht sollte man sich über etwaige rechtliche Vorgehensweisen gegenüber den Tätern informieren. In Frage kommen dabei strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen, auch ein Schmerzensgeld ist denkbar. Hierfür kann auch ein Fachmann, bspw. ein Anwalt, eingeschaltet werden. Das Opfer bleibt dabei nämlich nicht auf den Kosten sitzen – der Täter muss auch die Kosten des Anwalts des Opfers zahlen! Kontaktieren Sie daher einen Rechtsanwalt, wenn Sie Hilfe bei Cybermobbing benötigen. Ihr Rechtsanwalt wird mit Ihnen die möglichen Schritte gegen den Täter besprechen.

Strafrechtliche Konsequenzen beim Internetmobbing

Im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) gibt es mehrere Tatbestände, die nicht nur auf das klassische Mobbing zugeschnitten sind, sondern die auch durch das Cyber-Mobbing erfüllt sein können. Der Täter macht sich dann strafbar und kann verurteilt werden. In Frage kommt bspw. die Beleidigung (§ 185 StGB), die Üble Nachrede (§ 186 StGB), eine Verleumdung (§ 187 StGB) oder je nach Art und Umfang des Cyberbullyings das Stalking (§ 238 StGB). Auch die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (§ 201 StGB), die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB), und die Nötigung (§ 240 StGB) und Bedrohung (§ 241 StGB) sind denkbare Straftatbestände. Nach einer Anzeige bei der Polizei ermittelt dann die Staatsanwaltschaft gegen den vermeintlichen Täter und klagt diesen im Fall der Fälle vor Gericht an.

 Zivilrechtliche Konsequenzen beim Cyber-Mobbing

Die zivilrechtlichen Konsequenzen hängen in erster Linie von Art und Umfang des Cybermobbings ab, grundsätzlich denkbar sind Unterlassungserklärungen, Schadensersatz und Schmerzensgeld. Bspw. kann § 22 des Kunsturheberrechtsgesetzes (KUG) verletzt sein, nämlich das Recht am eigenen Bild, wenn Bilder des Opfers genutzt werden.

In erster Linie wird das Interesse jedoch darin liegen, das Mobbing zu beenden. Natürlich kann im Einzelfall eine informelle Aufforderung an den Täter ausreichen, um dieses Ziel zu erreichen. Verstärkt werden kann dies dadurch, dass die informelle Aufforderung durch einen Anwaltsbrief gesendet wird, welcher dem Mobber deutlich macht, dass bei weiteren Attacken der Rechtsweg eingeschlagen wird. Hierin liegen noch keine rechtlichen Mittel. Reicht dies nicht aus bzw. möchte man mit mehr Durchschlagskraft vorgehen (was grundsätzlich bei starken Attacken durchaus angeraten sein kann), sollte eine Unterlassungsklage bzw. eine Abmahnung als probates Mittel gesehen werden. Durch diese zivilrechtlichen Vorgehensweisen werden Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht eingeschaltet, jedoch sollte ein Anwalt zu Rate gezogen werden, der das genaue Vorgehen mit dem Opfer durchsprechen und beraten kann sowie die rechtlichen Voraussetzungen kennt und alles Nötige in die Wege leiten kann. Die Abmahnung erfolgt zunächst rein zwischen dem Opfer mit dessen Anwalt auf der einen und dem Täter auf der anderen Seite. Reicht dies nicht ebenfalls nicht aus, kann der Täter auch auf Unterlassung verklagt werden. Dann wird der Fall vor Gericht verhandelt, der Täter wird also vorgeladen. Bei einer Verurteilung ist der Täter damit daran gebunden, weitere Attacken zu unterlassen – ist dies nicht der Fall, wird er selbst empfindliche Rechtsstrafen erleiden. Bei besonders dringenden Fällen kann weiterhin von einer einstweiligen Verfügung Gebrauch gemacht werden, bei welcher Notfälle deutlich schneller behandelt werden als bei einer Klage. Hier sollte man sich jedoch unbedingt rechtlich beraten lassen, da die Voraussetzungen für einen rechtlichen Laien eher undurchsichtig sind und man unter Umständen (teilweise) auf den Kosten sitzen bleiben kann.

Beispielsfall: Urteil des LG Memmingen zum Cybermobbing

Was ein Rechtsanwalt bei Cybermobbing tun kann, haben wir bereits aufgezeigt. Dass dies in der Praxis auch tatsächlich funktioniert, zeigt folgender Fall.

In einem aktuellen Fall musste sich das LG Memmingen mit einem Fall des Cybermobbings auseinander setzen und hat sogar geurteilt, dass beim Internetmobbing unter Minderjährigen ein Schmerzensgeld von 1.500€ angemessen sein kann (LG Memmingen, Urt. v. 03.02.2015 – Az.: 21 O 1761/13). Im zugrunde liegenden Sachverhalt hatte der Beklagte, ein Minderjähriger, an einen seiner Mitschüler per E-Mail Nachrichten mit ehrverletzendem Inhalt gesendet, in denen er seinen Mitschüler u. a. mit den Worten „Fick dich“, „Wixxer“, „fetter Zwidder“, “Fettsack ohne Geschlechtsteil“ und „hässlich“ beleidigte und ihn aufforderte, sich möglichst schnell selbst zu „killen“. Darüber hinaus hat der Beklagte unter dem Namen des Opfers ein Profil bei Facebook eingerichtet, sich dort als das Opfer ausgegeben, um zahlreiche ehrverletzende Inhalte zu posten.

Das Opfer dieses Internetmobbings musste daraufhin in psychotherapeutische Behandlung, weswegen die Klage nicht nur auf Unterlassung des Cyber-Mobbings gerichtet war, sondern auch Schmerzensgeld gefordert wurde. Dabei hat das LG Memmingen den Beklagten zur Unterlassung verurteilt und sah ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.500€ als angemessen für die erlittenen immateriellen Schäden. Dieser sei insbesondere deshalb vom Beklagten zu leisten, da das Onlinemobbing mit Hilfe erheblicher Eingriffe stattfand und damit als schwerwiegende Persönlichkeitsverletzung anzusehen seien. Der Beklagte handelte darüber hinaus mit voller Absicht, weswegen 1.500€ als angemessen erscheinen.

Es kann als Opfer von Internetmobbing also ratsam sein, einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Der Rechtsanwalt wird dem Opfer die Möglichkeiten aufzeigen, die rechtlich und tatsächlich sinnvoll sind und bei jedem notwendigen Schritt eine große Hilfe sein.

 
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2 Kommentare zu “Rechtsanwalt gegen Cybermobbing
  • 28. November 2016 um 08:55

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Wortmeldung zum Thema “Rechtsanwalt gegen Cybermobbing”. Es tut uns leid zu hören, dass andere Menschen Sie über Facebook und Whatsapp belästigen. Dagegen kann jedoch vorgegangen werden, insbesondere wenn die Täter vielleicht durch einen konkreten Verdachtsmoment bekannt sind. Gern helfen wir Ihnen in dieser Cybermobbing Angelegenheit weiter. Wir werden umgehend Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 24. November 2016 um 09:34
    anonym sagt:

    Ich werde auch opfer von cybermobbing … immer wieder nachrichten auf facebook, teilweise auch in whatsapp. was kann man gegen cybermobbing tun, die täter kenne ich vielleicht, aber ich bin mir unsicher…

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