Daten bei der Creditreform

Auskunfteien wie die Schufa oder die Creditreform geben in der Praxis oft Anlass, dass Betroffene sich nicht nur mit den tatsächlichen, sondern auch mit den rechtlichen Begebenheiten der Datenspeicherung auseinandersetzen müssen. Allerdings sollte zunächst beachtet werden, dass Daten, die bei der Schufa gespeichert sind, nicht notwendigerweise mit Daten, die bei der Creditreform gespeichert sind, vergleichbar sind. Diese beiden Auskunfteien unterscheiden sich im Detail stark. Wir zeigen auf, welche Art von Daten, weshalb und wie lange, und mit welchen Konsequenzen bei der Creditreform über Sie gespeichert sind. Sollten Sie juristische Hilfe bei Auseinandersetzungen mit der Creditreform hinsichtlich der dort gespeicherten Daten benötigen, können Sie unsere Kanzlei bundesweit kontaktieren. Wir freuen uns von Ihrem Fall zu hören und teilen Ihnen zeitnah unsere Ersteinschätzung mit.

Daten bei der Creditreform abfragen

Der erste Schritt hinsichtlich der Lösung von Problemen bei der Creditreform ist es, die über einen selbst oder über das eigene Unternehmen dort gespeicherten Daten dort abzufragen. Die Abfrage der Daten gestaltet sich meist relativ problemlos. Für Privatpersonen gilt, dass das Bundesdatenschutzgesetz gemäß § 34 vorsieht, dass verantwortliche Stellen, die Datenübersicht hinsichtlich einer Person einmal pro Jahr kostenlos zur Verfügung stellen muss. Insofern genügt ein kurzer Hinweis an die Creditreform, dass man vorhat, die eigene Datenübersicht abzufragen. Die Creditreform antwortet in der Regel relativ schnell und stellt die Datenübersicht anstandslos zur Verfügung. Ähnliches gilt für Unternehmen.

Achten Sie bei der Abfrage der Daten hinsichtlich der Creditreform darauf, dass Sie die richtige Zweigstelle der Creditreform „erwischen“. Anders als die Schufa, ist die Creditreform nämlich durch ein breites „Filialnetz“ organisiert.

Wir empfehlen Betroffenen von Problemen mit Auskunfteien grundsätzlich, in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal pro Jahr, die eigenen Daten bei der Creditreform und Co. abzufragen. Diese Abfrage erleichtert auch die Arbeit eines Juristen, der Ihnen möglicherweise dabei helfen soll, Ihre Scorewerte und Ihren Bonitätsindex zu verbessern.

Daten bei der Creditreform löschen

Es ist grundsätzlich möglich, falsche, veraltete oder fehlerhafte Daten bei der Creditreform zu löschen. Wir weisen darauf hin, dass entgegen anderslautender Ansichten beispielsweise im Internet, es ist nicht immer möglich ist, Daten bei einer Auskunftei wie der Creditreform zu löschen. Grundsätzlich hat die Creditreform nämlich sehr wohl das Recht, gewisse Daten über Sie zu sammeln und zu speichern. Beispielsweise darf die Creditreform über Unternehmen speichern, die ohnehin öffentlich einsehbar sind, beispielsweise im Handelsregister. Anders hingegen liegen die Fälle, in denen falsche, veraltete oder fehlerhafte Daten bei der Creditreform gespeichert sind. Hier kommt ein Löschen grundsätzlich in Betracht und sollte durch einen erfahrenen Juristen erstens überprüft, zweitens gegebenenfalls durchgeführt werden. Denn falsche Daten führen schnell dazu, dass die Creditreform Ihnen einen schlechteren Bonitätsindex zuweist, als Sie tatsächlich verdient hätten. Bei der Schufa schlägt sich ein falscher Eintrag, der negativ ist, ohne Umwege auf den Scorewert aus.

Der datenschutzrechtliche Anspruch auf Löschung von Daten bei der Creditreform im Falle von falschen Daten ergibt sich unmittelbar aus dem Bundesdatenschutzgesetz. Betroffene können selber versuchen, die Daten zu löschen, oder sich an einen datenschutzrechtlich erfahrenen Anwalt zu wenden.

Gern können Sie unsere Kanzlei bundesweit ansprechen, falls Sie Probleme mit Daten bei der Creditreform haben. Wir haben bereits eine Vielzahl von Mandanten gegen die Creditreform und andere Auskunfteien wie die Schufa, vertreten, und erfolgreich Datenlöschungen durchgeführt, wo dies möglich war. Auch bei Datenkorrekturen sind wir der richtige Ansprechpartner und allen mit Auskunfteien verbundenen Rechtsproblemen. Gern helfen wir auch Ihnen weiter.

Daten bei der Creditreform aktualisieren oder korrigieren

Daten können und müssen nicht immer gelöscht werden. Es können auch Fälle vorliegen, in denen es Sinn macht, die dortigen Daten zu aktualisieren oder zu korrigieren. Eine Aktualisierung der Daten kommt beispielsweise hinsichtlich Auskunfteien in Betracht, wenn Adressen sich geändert haben oder der Nachname der betroffenen Person durch Heirat oder sich sonstige Gegebenheiten verändert haben, die Auswirkungen auf die Dateneintragungen bei der Creditreform haben. Sollte Ihnen auffallen, dass die Creditreform nicht aktuelle Daten über Sie speichert, sollten Sie diese Daten umgehend aktualisieren lassen. Je schneller Sie dies tun, desto größer ist die Chance, dass die veralteten oder nicht korrekten Daten keinen negativen Einfluss auf Ihren Bonitätsindex haben werden. Auch eine Korrektur von Daten kommt teilweise in Betracht, nämlich dann, wenn die Creditreform schlichtweg falsche Daten gespeichert hat. So kann es sein, dass negative Eintragungen hinsichtlich Ihres Unternehmens bei der Creditreform gespeichert sind, obwohl dies nicht den Tatsachen entspricht. Hier sollten diese Daten entweder gelöscht oder korrigiert werden, je nachdem, wie der Einzelfall liegt.

Für ein Aktualisieren oder ein Korrigieren Ihrer Daten steht Ihnen die für Sie zuständige Creditreformfiliale jederzeit zur Verfügung. Allerdings weisen wir darauf hin, dass es teilweise notwendig sein kann, rechtsanwaltlichen Beistand einzuholen, der mit Nachdruck das Aktualisieren und Korrigieren von Daten durchführt. Gern können Sie uns diesbezüglich jederzeit kontaktieren und uns Ihren Fall unverbindlich mitteilen.

Daten bei der Creditreform melden

Bei unseren Auseinandersetzungen mit der Creditreform für unsere Mandanten haben wir festgestellt, dass es möglich ist, der Creditreform proaktiv Daten zu melden. Dies mag bei einigen datenschutzsensiblen Menschen Anstoß nehmen: Wieso soll ich einer Auskunftei Daten melden, damit diese dann noch mehr über mich weiß? Allerdings hat uns die Creditreform vermehrt darauf hingewiesen, dass es in Einzelfällen sinnvoll sein kann, Daten proaktiv zu melden, um einen besseren Bonitätsindex zu erreichen. Der Gedanke dahinter ist folgender: Teilweise weiß die Creditreform über Ihr Unternehmen nicht genug. Sollte Ihr Unternehmen vorbildlich geführt werden und gute Bilanzen aufweisen können, kann es Sinn machen, der Creditreform diese Daten zu melden, sodass die Creditreform den Bonitätsindex entsprechend besser errechnen kann. Hier sollten Sie sich im Einzelfall mit Ihrem Rechtsanwalt besprechen, ob eine Meldung an die Creditreform Sinn macht oder nicht. Auch etwaige Erledigungen von laufenden Krediten können und sollten bei der Creditreform gemeldet werden, sobald die Tatsachen eingetreten sind. Denn nicht immer werden Ihre Vertragspartner, beispielsweise ein kreditgebendes Institut, zeitig den Erledigungsvermerk melden. Insofern kann es auch hier sinnvoll sein, das Melden der Daten „auf eigene Faust“ durchzuführen, um eine Verbesserung des Bonitätsindex der Creditreform zu erzielen.

Unsere Hilfestellung

Sollten Sie Fragen zu den Daten bei der Creditreform haben, die dort über Sie gespeichert sind, können Sie uns unverbindlich anfragen. Gern teilen wir Ihnen unsere Ersteinschätzung mit. Sollten Sie Probleme beim Abfragen der Daten haben oder dortige Daten aktualisieren/korrigieren lassen wollen und dabei auf Widerstände stoßen, können Sie uns auch vertrauensvoll anfragen. Gern helfen wir Ihnen dabei, fehlerhafte Daten bei der Creditreform zu löschen. Auch die Möglichkeit der eigenen Meldung an die Creditreform können wir mit Ihnen erörtern und Sie beim Melden der Daten unterstützen und begleiten. Gern hören wir von Ihnen.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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