Europäer hinken bei der Cloud-Nutzung hinterher – Cloud-Computing-Strategie der EU Kommission muss die Akzeptanz der Cloud fördern

Computing zählt zu den am stärksten wachsenden Technologien weltweit, doch nicht einmal jeder vierte PC-Nutzer in Europa gibt an, -Dienstleistungen zu nutzen. Nur 24 Prozent aller Befragten einer Studie unter fast 4.000 PC-Anwendern in neun Ländern der EU gaben an, -Anwendungen wie Web-E-Mail oder Online- Textverarbeitung zu verwenden. Weltweit liegt dieser Anteil bei 34 Prozent. Mehr noch: die überwiegende Mehrheit der europäischen PC-Nutzer ist mit Computing nicht vertraut. 65 Prozent geben an, nie davon gehört zu haben oder nur den Begriff zu kennen.

Die deutschen Ergebnisse sind Teil einer breit angelegten Studie von Computer-Nutzern weltweit, die zu Jahresbeginn von Ipsos Public Affairs durchgeführt wurde.

Robert Holleyman, President und CEO der BSA: “ wird für die europäische Wirtschaft enorme Vorteile mit sich bringen. Regierungen, Unternehmen und Bürger können effizienter und kostengünstiger als je zuvor auf hochkarätige Software und IT-Ressourcen zurückgreifen. Leider haben die meisten Computer-Anwender in der EU kaum Kenntnis von und nutzen deswegen die Möglichkeiten dieser Angebote noch nicht aus.”

 

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es erhebliche Unterschiede bei der Vertrautheit mit Cloud Computing europäischen Binnenmarkt gibt. So geben rund ein Viertel der Anwender in Großbritannien (28 Prozent) und Griechenland (24 Prozent) an, sich gut auszukennen, im Vergleich zu nur jedem zehnten in Polen (9 Prozent) oder Frankreich (10 Prozent).

 

Überraschenderweise ist die Cloud-Nutzung in Griechenland und Rumänien am weitesten verbreitet (39 Prozent). Damit liegt sie deutlich über dem weltweiten beziehungsweise EU Durchschnitt. Im Vergleich dazu geben die Anwender in den etablierten Märkten deutlich seltener an, die Cloud tatsächlich zu nutzen, so etwa in Deutschland (17 Prozent), Belgien (18 Prozent) und Frankreich (19 Prozent). Dieser Gegensatz verdeutlicht den globalen Trend, dass in Schwellenländer eine höhere Akzeptanz gegenüber aktuellsten technologischen Entwicklungen besteht und so die etablierteren Märkte beim Cloud-Einsatz überholt werden.

 

EU-weit nutzen 86 Prozent aller Cloud-Anwender diese zu persönlichen Zwecken, zumeist für kostenlose Angebote. Nur 29 Prozent geben an, die Cloud für geschäftliche Zwecke zu nutzen, was leicht unter dem weltweiten Durchschnitt von 33 Prozent liegt. In Europa sind Web-E-Mail (73 Prozent), Online-Textverarbeitung (36 Prozent), Fotodienste und Onlinespiele (je 35 Prozent) die am häufigsten genutzten Cloud-Dienste.

 

Diesen Herbst veröffentlicht die EU Kommission ihre Cloud-Computing-Strategie für die EU und unternimmt damit einen ersten Schritt zur Förderung der Akzeptanz und des Wachstums der Cloud im europäischen Binnenmarkt. Die BSA empfiehlt den Regierungen eine breit angelegte und globale Herangehensweise zu den Cloud-Richtlinien, um sicher zu stellen, dass europäische Anwender und Cloud-Anbieter vom vollen Wachstumspotential des weltweiten Cloud Computing-Wachstums profitieren.

 

“Bei der Cloud geht es um die Größe. Um die Vorteile voll auszunutzen, muss Europa einen zusammenhängenden digitalen Binnenmarkt entwickeln, der weltweit eingebunden ist. So können Computernutzer in der EU frei die beste verfügbare Cloud-Dienstleistung wählen, und europäische Cloud-Anbieter können die Wachstumschancen der weltweit am schnellsten expandierenden Schwellenländer ausnutzen”, so Holleyman.

 

Die Daten stammen aus einer breiter angelegten Untersuchung von Computer-Nutzern weltweit, die im Auftrag der BSA von der Ipsos Public Affairs wurde in Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Österreich, Polen, Rumänien und Ungarn durchgeführt wurde.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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