Auszahlung von Towards Source- klappt nicht? Rechtsanwalt einschalten!

Lesezeit: ca. 5 Minuten

UPDATE 30.07.2022

Gegen die Handelsplattform towardssource.com hat die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt wird auch gegen die verantwortlichen Betreiber.

Solche aufsichtsrechtlichen Maßnahmen sprechen immer für einen Betrug. Sollten Sie bei towardssource.com Geld investiert haben, empfehle ich Ihnen dringend rechtliche Maßnahmen.

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2022/meldung_2022_05_02_towardssource.html

towardssource.com Betrug?

Geldanlagen bei Towards Source sind aus meiner Sicht ein Risiko. Sie sollten eine Auszahlung der Gewinne und investierten Gelder verlangen. Wenn dies (vermutlich) nicht erfolgt, sondern neue Zahlungen gefordert werden, empfehle ich Ihnen eine rechtliche und anwaltliche Unterstützung.

So ist es Anlegern ergangen

Nachfolgend eine Schilderung eines Betroffenen, der Geld bei Towards Source verloren hat:

Ich habe im April dieses Jahr mit 250 Euro angefangen, Geld bei Towards Source zu investieren. Dann wurde mir Ende April die Teilnahme an einem Anlage Projekt schmackhaft gemacht (Mindesteinlage 2000 Euro). Um teilzunehmen musste ich noch 2700 Euro einzahlen. Das Projekt lief bis Ende Mai. Es wirkte vom Ablauf sehr seriös und klang vertrauensvoll mit dem netten Broker Daniel Thyssen Towards Source.

Mein Guthaben war auch beachtlich rd.  30000 USDT angestiegen. Ich bat um eine Auszahlung, wie es zu Beginn zugesagt wurde. Um das Guthaben aus dem Wallet zu erhalten, musste ich 7000 Euro zur Legitimation einzahlen. Das wäre so Usus.  Ich hatte das Geld nicht und habe zwangsweise (zähneknirschend, aber im guten Glauben, so an mein Geld zu kommen) ein Darlehen aufgenommenen.

Nach einer Weile Stille, rief mich letzte Woche Herr David Stolz von Towards Source an. Die Situation hätte sich aufgrund der angespannten Weltpolitik geändert und die Auszahlung wäre nur noch über 2 Wege möglich. Zum einen über eine englische Bank, wo 40% vorab Gewinnsteuer gezahlt werden soll, oder über eine kleine Privatbank, bei der man sich mit 10000 Euro legitimieren soll. Immerhin zeigt mein Kontostand bei Towards Source mittlerweile 105000 USDT.

(Angaben anonymisiert)

Auch bei Towards Source fängt es “klein” an

Leichtgläubige Geldanleger fallen immer wieder auf Online-Betrüger herein. Die Vorgehensweisen der Täter sind trickreich. Zunächst ist die Kapitalinvestition überschaubar. Mit 250,00 Euro wird ein Handelskonto bei dem jeweiligen Broker installiert und die Täter investieren dann die Gelder. Auf dem Handelskonto lassen sich starke Kursentwicklungen miterleben.

In einem Strafverfahren in München wird aktuell ein Online-Betrüger strafrechtlich angeklagt. Der Vorwurf ist ein umfassender Scam in mehr als 300 Fällen mit einem Schaden von 8,7 Mio. Euro. Wie zuvor beschrieben, wurden viele Finanzinteressierte zunächst motiviert, die eher kleine Investitionssumme in Höhe von 250,00 Euro einzuzahlen.

Investitionen steigen langsam

Nach erfolgreichen ersten Investitionen kam es dann “step by step” zu weiteren Geldüberweisungen. Nach den Erkenntnissen der Strafverfolgungsstellen handelt es sich um Scheinfirmen, an die die Zahlungen geleistet worden sind.

Auch beim Landgericht Münster ist ein weiterer Strafprozess verhandelt. Zwar ist die Erfinderin einer angeblichen digitalen Währung nicht auffindbar, den Vermittlern werden aber empfindliche Haftstrafen in Aussicht gestellt. Es führte zu einem weitgreifenden Verlust mit einer frei erfundenen „Bitcoin-Erfolgsstory“. Mehrere zehntausend Geschädigte sind auf den Betrugsvorgang hereingefallen.

Server in den USA

Nach den Ermittlungen der Polizeikommissare werden viele Server-Netzwerke in den USA oder den Niederlanden zum Laufen gebracht. Die Callcenter sind vielfach im osteuropäischen Raum ansässig. Einige scamhafte Onlinebroker sind in Zypern glaubwürdig eingetragen. Solche Unternehmen überweisen die erbeuteten Gelder dann auf Offshore-Konten oder tauschen die Einnahmen in Kryptowährungen um.

Die Ermittlungsbehörden haben erhebliche Mühe, den des Geldes nachzuvollziehen. IT-Forensiker wissen aber mittlerweile, wie die Betrugsfälle konkret umgesetzt worden sind.

Wie kommt Towards Source an seine Kunden?

Vielen Scammern und betrügerischen Brokern scheint es unmöglich, bei den Suchdiensten, insbesondere bei Google, bei den entscheidenden Schlüsselbegriffen auf die Spitzenpositionen zu gelangen. Oftmals sind die Internetpräsenzen nicht seriös genug und nicht gut recherchiert. Desweiteren drängen sich zahlreiche eingehend recherchierte Websites um die vorderen Positionen in den Suchmaschinen bei marketingträchtigen Schlüsselbegriffen wie “Kapitalanlage” oder „Bitcoin“.

Um ihre “Anleger” zu erreichen, nutzen betrügerische Trading-Plattformen derzeit insbesondere Soziale Netzwerke wie Twitter oder Tinder. Erfahrungsgemäß werden auch Marketininserate auf vertrauenswürdigen Internetseiten wie spiegel.de oder bild.de geschaltet. Auch eine Gesprächssituation mit „professionellen Finanzcoaches“ kann als Mittel eingesetzt werden, um Kunden zu bestehlen. Bei dieser Herangehensweise sind vermehrt sprachliche Schwierigkeiten zu beobachten, insbesondere wenn die Kommunikation in Deutsch geplant ist.

Zusagen eines kurzfristigen Finanzzuwachses

Mit dem Versprechen eines kurzfristigen Reichtums locken Betrüger im Onlinebereich und versuchen, an die Kapitalrücklagen von Geldanlegern zu kommen. Es wird mit lebensverändernden Kapitalgewinnen Marketing betrieben, die kurzfristig erreicht werden können.

Beispielsweise Fremdwährungs-Gewinne von 10 % oder 25 % pro Quartal sind auf Finanz-Plattformen zu finden. Unter anderem der Verbraucherschutz merkt an, dass solche Renditen mit normalen Kapitalstrategien nicht zu erhalten sind. Deshalb sollten eher unerfahrene Investoren solchen Versprechen auf keinen Fall vertrauen.

Betrug im Web – Cybercrime-Zahl steigt

In aktuellen Presseveröffentlichungen wird von Seiten der Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass die Cyberkriminalität stetig steigt. Während die Zahl der Wohnungseinbrüche abnimmt, gibt es einen starken Zuwachs an Kapitalanlagedelikten mit Tathandlungen im Internet.

Bereits in dem vom BKA (Bundeskriminalamt) veröffentlichten „Bundeslagebericht Cybercrime 2020“ wurde eine Erhöhung der Cyberstraftaten um 7,9 % festgehalten.

Leider wird nur ein Drittel der Cyberstraftaten durch die Polizeibehörden aufgeklärt. Dies kommt daher, dass die Betrüger im Onlinebereich zunehmend professioneller agieren und global aufgestellt sind.

Welche Erfahrungen mit Towards Source finden sich in Bewertungen?

Um sich ein Bild über den Finanzdienstleister Towards Source zu machen, sollten Sie im Internet nach Erfahrungsberichten suchen, beispielsweise auf der Internetseite suchen Sie auch bei der Anschaffung eines Handys oder Fernsehers auf Bewertungsportalen nach unerfreulichen Bewertungen.

Wie in anderen Bereichen auch, verfassen viele Betrüger positive Bewertungen selbst oder lassen diese von einschlägigen Dienstleistern verfassen.

Ich gehe davon aus, dass negative Bewertungen echt sind. Wird dort auf einen Betrug hingewiesen oder über verweigerte Auszahlungen berichtet, sollte dies ernst genommen werden.

Welchen Wert haben Auszahlungsbestätigungen?

Mit Zahlungsbestätigungen unterschiedlicher Qualität versuchen Broker Kunden zu beruhigen oder weitere Geldsummen zu bekommen.

Betroffene zeige mir gut gemachte Kopien von Überweisungsbelegen oder Kontoauszügen, die die Zahlung an den Kunden und die bereits getätigte Auszahlung legen sollen.

Geld kommt aber bei den Kunden trotz der Zahlungsbestätigungen nicht an. Sie können davon ausgehen, dass nach einem Zeitraum von drei bis vier Arbeitstagen ein Betrug vorliegt, wenn nach einer solchen Zahlungsbestätigung ein echter Zahlungseingang nicht erfolgt.

Anwalt hilft Ihnen gegen Towards Source

Mit mir können Sie gegen den Finanzdienstleister Towards Source vorgehen. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail unter kanzlei@recht-freundlich.de ist jederzeit möglich. Auch können Sie mich telefonisch kontaktieren: 0511/4739060.

Ich lasse Ihnen kurzfristig eine kostenlose Ersteinschätzung mit möglichen Maßnahmevorschlägen zukommen. Sie entscheiden dann, wie es weitergeht.

Holen Sie Ihre Geld von Towards Source zurück!

Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung. Dann können Sie entscheiden, ob Sie mich mit der Geltendmachung Ihrer Forderungen beauftragen wollen.

Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil

Wir sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig
2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

6 Kommentare zu “Auszahlung von Towards Source- klappt nicht? Rechtsanwalt einschalten!
  • 15. September 2022 um 09:02 Uhr
    Andre Kuchenmeister says:

    Ich bin seit einigen Monaten in Kontakt mit der Plattform “towardssource” in UK, habe dort ein sogenanntes Handelskonto und darüber einige Deals mit Kryptowährung getätigt, teils auch Auszahlungen erhalten. Aufgrund folgender aktueller Situation bin ich unsicher, ob ich einem Betrug aufgesessen bin:
    Die Plattform hat für mich angeblich Krypto-Yuans gekauft, ich habe mich verleiten lassen, hierfür € 10.000,- zu überweisen. Diese Überweisung ging über mein Konto bei der Nuri-Bank und von dort vermutlich zum Verschleiern auf eine “Exodus”-Konto, für die Transaktionen hat der Broker per “Anydesk” auf meinen Rechner zugegriffen. Zusammen mit weiteren bereits auf meinem Handelskonto befindlichen Beträgen ergab sich bei Emission des Yuans ein ordentlicher Gewinn, der auf meinem Handelskonto ausgewiesen wird. Nun gibt es Probleme mit der Auszahlung, weil angeblich die Hongkong-Börse aufgrund politischer Spannungen wegen Taiwan investierte Beträge eingefroren hat.
    Um dies zu lösen wird mir nun empfohlen einen weiteren Betrag von € 8400 zu zahlen, um damit ein Upgrade auf 100.000 und somit den Status eines Großinvestors zu erreichen, für den die Restriktionen der Börse nicht gelten sollen. Die diesbezügliche Auszahlungs-Vereinbarung macht mir einen seriösen Eindruck. Ich bin unsicher, ob ich mich darauf einlassen soll und endlich mein Geld erhalten werde oder ob ich meinem offenbar bereits fast verlorenem Invest weiteres Geld hinterherwerfen würde. Wenn ich mich nicht darauf einlasse, ist angeblich unklar, ob und wann eine Auszahlung erfolgen würde.

    • 15. September 2022 um 09:07 Uhr

      Vielen Dank für Ihre umfangreiche Schilderung. Ich habe Ihnen gerade per E-Mail weitere Informationen über ein mögliches Vorgehen übersandt. Die Angaben auf Ihrem Handelskonto sind manipuliert und leider keine realen Investitionen. Sie müssen davon ausgehen, dass ihr Geld nicht angelegt wurde, sondern von den Betrüger einbehalten wurde.

  • 14. September 2022 um 22:00 Uhr
    Bernd Malens says:

    Bin über eine Anzeige zu Towards Source gekommen. Habe in mehreren Etappen insgesamt 12000 € einbezahlt und insgesamt 15.010 € Bonus erhalten. Davon sind 10.000 € in E-Yuan angelegt. Mein Konto hat sich recht gut entwickelt. Bei der letzten Aktion wurde ein Margin Loan in Höhe von 13.000 € gesetzt, um die Gewinne zu erhalten. Jetzt wurde mir gesagt ich müsste dieses Darlehen bedienen um mein Handelskonto frei zu bekommen. Dieses Geld würde an die Börse gehen und hätte nichts mit Towards Source zu tun. Sollt ich die 13.000 € nicht bezahlen, würde mein Konto eingefroren und alles Geld wäre verloren. Des weiteren würden weitere Gebühren von der Börse auf mich zukommen.
    Nach Ablösung des Darlehens wäre mein Konto frei und ich könnte über das Guthaben verfügen.

    • 15. September 2022 um 09:06 Uhr

      Dies ist leider ein Trick, von Ihnen weiteres Geld zu bekommen. Sie sollten keine neue Zahlung leisten. Stattdessen empfehle ich Ihnen, mithilfe eines spezialisierten Anwalts ihre Gelder zurückzufordern.

  • 14. September 2022 um 20:03 Uhr
    Malte Andresen says:

    Ich habe kürzlich ein Konto bei Towards Source eröffnet, um eine bestimmte Kryptowährung zu kaufen. Im August sind von meiner Kreditkarte 250 EUR vorerst wunschgemäß belastet worden.

    Im Nachgang hat sich herausgestellt, dass die beworbenen Währungen gar nicht auf dieser Seite gekauft werden können. Eine Transaktion wurde nicht durchgeführt so dass mein Geld noch auf dem Konto “”liegt” und ich habe das Konto per Email gekündigt. Bereits vorher und auch in den letzten Tagen habe ich erfolglos versucht, mein Geld zurück zu bekommen.

    • 15. September 2022 um 09:05 Uhr

      Aufgrund der Warnmeldung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist von einem Betrug auszugehen. Ich vermute, dass die Betrüger Ihr Konto nicht schließen und auch ansonsten nicht antworten werden.

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