Steuern umgehen bei Bitcoin, Ether und weiterer Kryptowährung?

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether haben viele Menschen insbesondere im Jahr 2017 viele trading-Gewinne oder Kursgewinne realisiert. Uns wird nun häufiger die Frage gestellt, ob und wenn ja wie man die Steuern umgehen kann.

Klare Ansage: wir helfen Ihnen nicht bei Steuerhinterziehung!

Wer Steuern umgehen will in dem Sinne, dass er gar keine eigentlich fälligen Steuern leisten möchte, obwohl er dazu verpflichtet wäre, versucht Steuerhinterziehung oder begeht diese schon. Wir sind eine Anwaltskanzlei und helfen Menschen gern dabei, ihre Steuern in Sachen Kryptowährungen rechtlich sicher dem Finanzamt zu melden und zu versteuern. Steuerhinterziehung unterstützen wir weder tatsächlich, noch moralisch, sodass wir darum bitten, uns diesbezüglich nicht anzusprechen.

Steuerlast reduzieren bei Kryptowährungen

Steuern umgehen kann jedoch auch heißen, die Steuerlast im Rahmen legaler Möglichkeiten zu reduzieren. Beispielsweise macht es einen erheblichen Unterschied, ob Bitcoins, Ether oder andere Kryptowährungen binnen eines Jahres oder nach Ablauf der Jahresfrist verkauft/getradet wurden. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die zu zahlenden Steuern in Deutschland.

Auch ist es eine derzeit noch diskutierte Frage, ob bei Gewinnen im Bereich Bitcoin und anderer Kryptowährungen beim trading das FiFo oder LiFo-Prinzip greift. Teilweise kann hier rechtlich gesehen für oder gegen FiFo argumentiert werden, und außerdem ist die Möglichkeit gegeben, durch Verwendung klar abgrenzbarer wallets und depots eine Unterscheidung hinsichtlich coins, die getradet werden und solchen, die langfristig gehalten werden zu treffen. Hierfür sollten Sie, um ganz auf Nummer sicher zu gehen, eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen und im Übrigen dafür sorgen, alles lückenlos zu dokumentieren. Dies dürfte anhand der blockchain jedoch nicht sonderlich schwierig sein.

Wie soll man also als trader im Bereich Kryptowährung mit Steuern umgehen?

Am besten rechtlich sicher und mit gesundem Menschenverstand. Dokumentieren Sie Ihre trades mit einschlägiger tracking-Software. Achten Sie auch auf die besondere Behandlung von hard forks, die Sie in den tracking-Programmen eigenhändig eintragen müssen, um auf saubere Ergebnisse zu gelangen. Falls Sie Verluste durch trading realisiert haben, können diese mit etwaigen Gewinnen – teilweise sogar rückwirkend – verrechnet werden, sodass sich Ihre Steuerlast reduziert. Hierbei kommt es sehr auf den Einzelfall an.

Steuerberater und Rechtsanwälte können Ihnen dabei helfen, rechtlich sicher Ihre Gewinne zu versteuern und dem Finanzamt alles lückenlos zu präsentieren. Achten Sie außerdem bei größeren Auszahlungen in Euro beim Verkauf von Kryptowährungen darauf, dass Ihre Bank womöglich interne Überprüfungsvorgänge aufgrund von Geldwäschegesetzen in Gang setzen könnte. Es kann sinnvoll sein, bei hohen Summen, die plötzlich aufs Konto eingehen, die Bank im Vornherein zu informieren und aufzuklären, woraus sich diese eingehenden Summen zusammensetzen.

Unterschied zwischen gewerblich und privat handelnder Person

Wie man mit Steuern im Bereich Kryptowährung umgehen soll hängt auch davon ab, ob man gewerblich oder privat handelt und tradet. Hierbei sind die Grenzen im Übrigen nicht immer ganz klar: wer nämlich gegen, und auch nur geringe Entgelte für andere Leute tradet, erfüllt wohl im Einzelfall die Gewerblichkeit. Anders kann es wiederum im Einzelfall aussehen, wenn jemand für seine Freunde tradet – der reine Freundschaftsdienst ist grundsätzlich nicht gewerblich, wobei die Grenzen auch hier fließend sein können. Sie sollten frühzeitig ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie mit dieser Problematik in Bezug auf Steuern umzugehen ist.

Unsere Hilfestellung

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie mit Probleme in Bezug auf Steuern und Bitcoin, Ether und sonstige Kryptowährungen umgehen sollen, können Sie uns gern ansprechen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir uns im Rahmen rechtlicher Vorgaben bewegen und niemandem dabei Hilfe leisten, Steuern im Sinne einer Steuerhinterziehung zu umgehen. Anfragen dieser Art beantworten wir mittlerweile nicht einmal mehr.

 

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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