Anwalt für Bitcoin und Kryptowährungen gesucht?

Lesezeit: ca. 14 Minuten

Wenn Sie einen Rechtsanwalt zum Thema Bitcoin und Kryptowährungen suchen, sind Sie bei uns richtig. Uns können Sie zwecks Rechtsberatung im Bereich Bitcoin und Co. unverbindlich kontaktieren. Gern meldet sich Rechtsanwalt Thomas Feil bei Ihnen zurück.

Bitcoin und Kryptowährung rechtlich!

Unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto wurde im Jahr 2008 ein Papier veröffentlicht, in dem ein Bezahlsystem ohne Banken oder Staaten dargestellt wurde, welches auf einer Blockchain-Technologie basiert. Durch diese Technologie werden sämtliche Transaktionen dezentral in Blöcken gespeichert. Die Blöcke ergeben aneinander gereiht eine Kette, die vergleichbar mit einem elektronischen Kassenbuch ist. Die Anwendungsmöglichkeiten von Bitcoins wachsen stätig, so ist es mittlerweile nicht mehr nur möglich mit der digitalen Währung „Bitcoin“ zu bezahlen. Seit einiger Zeit besteht so beispielsweise die Möglichkeit, in die Kryptowährung mit diversen Finanzprodukten zu investieren. Zudem lassen sich viele andere Kryptowährungen nur mit Bitcoins kaufen.

Bitcoin war die erste Kryptowährung und stellt mit einer Geldmenge von rund 250 Milliarden US-Dollar auch die weitaus größte dar. Doch die Konkurrenz wächst, so lag der Marktanteil Anfang 2017 noch bei rund 90%, sank die darauf folgenden Monate jedoch bis zu 50 %. Es gibt rund 1400 Kryptowährungen, bei denen Ethereum und Ripple zu den größten zählen. Sämtliche Kryptowährungen haben zusammen einen Wert von rund 700 Milliarden US-Dollar und stellen damit sogar die größten Dax Konzerne hinsichtlich der Marktkapitalisierung in den Schatten. Dies rückt auch zunehmend rechtliche Fragen in den Vordergrund. Doch bereits hier stellt sich für viele die Frage, ob und vor allem was für ein Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner ist. Der folgende Beitrag soll daher auf die bestehenden rechtlichen Fragestellungen eingehen und aufzeigen, welcher Anwalt der richtige Ansprechpartner in Sachen Kryptowährungen ist.

Rechtsfragen rund um das Thema Kryptowährungen

Durch die zunehmende Verbreitung von digitalen Währungen, werden diese auch für Privatanleger immer interessanter. Damit einher, gehen allerdings auch eine Vielzahl an rechtlichen Fragestellungen, bei denen besonders das Thema Steuern eine immer größer werdende Rolle spielt.

Wie werden Kryptowährungen besteuert?

Die Besteuerung von Kryptowährungen wie Bitcoin wird vor allem dann ein Thema, wenn die alljährliche Steuererklärung anliegt. Denn digitale Währungen spielen auch in Bezug auf Steuern eine Rolle und Gewinne müssen auch grundsätzlich an den Fiskus gemeldet werden. Doch genau darüber sind sich viele Anleger nicht im Klaren. Denn häufig kommt es zu einer Verwechselung zwischen dem in diesem Fall vorliegenden privaten Veräußerungsgeschäft und Einkünften aus Kapitalvermögen (Wertpapiere). Doch worin unterscheidet sich die Besteuerung zwischen Einkünften aus Kapitalvermögen und Gewinnen, die durch die Veräußerung von privaten Veräußerungsgeschäften erzielt werden. Ein Anwalt hilft Ihnen gern dabei, die Situation rechtlich sicher einzuordnen.

Einkünfte aus Kapitalvermögen – privates Veräußerungsgeschäft

Wer denkt, starke Nerven wären die einzige Herausforderung, um mit Kryptowährungen erfolgreich zu Handeln der täuscht. Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Besteuerung der erzielten Gewinne. Das Stichwort lautet hier „privates Veräußerungsgeschäft“. Ein solches liegt vor, wenn es zu der Veräußerung eines zum Privatvermögen gehörenden Vermögensgegenstandes kommt. Steuerrechtlich ist dabei der Zeitpunkt der Anschaffung und der Veräußerung entscheidend. Bei Einkünften aus Kapitalvermögen handelt es sich hingegen um Überschusseinkünfte, die zu den in § 2 Abs. 1 EStG genannten sieben Einkunftsarten gehören. Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören grundsätzlich sämtliche Entgelte aus der Nutzungsüberlassung von Kapital. Diese werden was die Steuern betrifft anders behandelt als private Veräußerungsgeschäfte und sollten daher auch nicht mit diesen verwechselt werden.

Denn bezüglich der Einkünfte aus Kapitalvermögen gilt seit 2009 die sogenannte „Abgeltungssteuer“.Diese beträgt 25% und wird bereits an der Quelle erhoben, weshalb der Steuerzahler diese Steuer in der Regel nicht selber zahlen muss und sie auch nicht in der Steuererklärung anzugeben hat. Im Gegensatz zu trading Gewinnen aus Aktienverkäufen, stehen Anleger bei dem Handel mit Kryptowährungen jedoch in der Pflicht, die erzielten Gewinne in der Steuererklärung zu deklarieren.

Einordnungvon Kryptowährungen durch Anwalt

Doch wie genau sind digitale Währungen rechtlich zu behandeln und handelt es sich bei Kryptowährungen überhaupt um „echtes“ Geld?

Es handelt sich bei digitalen Währungen wie Bitcoin um kein gesetzliches Zahlungsmittel. Fraglich ist auch, ob es sich um das sogenannte „E-Geld“ handelt. Nach dem Zahlungsdienstaufsichtsgesetz ist E-Geld jeder elektronisch, darunter auch magnetisch, gespeicherte monetäre Wert in Form einer Forderung gegenüber dem Emittenten, der gegen Zahlung eines Geldbetrages ausgestellt wird, um damit Zahlungsvorgänge im Sinne des § 675f Abs. 3 S. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) durchzuführen, und der auch von anderen natürlichen oder juristischen Personen als dem Emittenten angenommen wird. Weshalb es sich bei Kryptowährungen eben nicht um E-Geld handelt, liegt an dem Fehlen eines zentralen Emittenten.

Das Urteil in der Sache „Hedqvist“ stellte klar, dass Umsätze mit Bitcoins unter die Steuerbefreiung für Devisen nach dem EU-Recht fallen. Das bedeutet jedoch lediglich, dass Kryptowährungen in einigen steuerrechtlichen Fragen mit Devisen zu vergleichen sind. Es handle sich bei Kryptowährungen nach der Auffassung des Bundesfinanzministeriums allerdings vielmehr um sonstige unkörperliche Wirtschaftsgüter wie beispielsweise Edelmetalle, weshalb diese auch dementsprechend steuerlich zu behandeln sind.

Wann fallen Steuern an? Rechtsanwalt antwortet!

Da digitale Währungen nicht nur als Zahlungsmittel dienen, sondern diese auch gehandelt und auch erzeugt werden können, kommt es hinsichtlich der Besteuerung immer auf die genaue Situation an. Sollten bereits an dieser Stelle Unklarheiten herrschen, kann ein Rechtsanwalt hilfreich sein, um die vorliegende Situation zu erschließen und eine rechtliche Einordnung zu ermöglichen.

Rechtlich relevant in Bezug auf Steuern ist besonders das Trading mit Bitcoins und die dadurch erzielten trading Gewinne. Trading beschreibt grundsätzlich den Handel, sprich den Kauf und den Verkauf von Finanzinstrumenten. Eine Besonderheit beim Trading mit Bitcoins liegt darin, dass dies nur über spezielle Handelsplattformen möglich ist. An dieser Stelle bedarf es einer strikten Unterscheidung zwischen Kryptowährungen und Aktien, deren trading Gewinne steuerrechtlich grundsätzlich unterschiedlich zu behandeln sind. 

Trading Gewinne bei Bitcoin und Kryptowährung durch Anwalt dem Finanzamt melden!

Der Handel mit Bitcoins stellt grundsätzlich ein Veräußerungsgeschäft dar, bei dem man auch von einem sogenannten „Spekulationsgeschäft“ spricht. Rechtlich relevant ist hier besonders der § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG:

„Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Bei Anschaffung und Veräußerung mehrerer gleichartiger Fremdwährungsbeträge ist zu unterstellen, dass die zuerst angeschafften Beträge zuerst veräußert wurden. Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre.“

Daraus geht hervor, dass Veräußerungsgeschäfte nur dann steuerpflichtig sind, wenn zwischen dem An- und Verkauf weniger als ein Jahr liegt. Werden also trading Gewinne nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr erzielt, besteht keine Steuerpflicht. Eine Steuerpflicht besteht daher nur dann, wenn die Veräußerungsgewinne innerhalb eines Jahres erzielt wurden. Doch auch dann besteht noch eine Ausnahme der Steuerpflicht. Nach § 23 Abs. 3 S. 5 EStG bleiben die erzielten Gewinne steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat. Wird diese Freigrenze überschritten, wird jedoch nicht nur die Differenz, sondern der gesamte Betrag steuerpflichtig.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die trading Gewinne mit erzielten Verlusten zu verrechnen. Der sogenannte „Verlustvortrag“ macht es möglich, Verluste aus dem aktuellen Jahr im Folgejahr steuerlich geltend zu machen. Die Verluste und die Gewinne müssen jedoch beide aus privaten Veräußerungsgeschäften stammen.

Doch nicht immer hat der Anleger lediglich zu einem Zeitpunkt eine gewisse Anzahl beispielsweise an Bitcoins erworben und diese schlussendlich auch wieder verkauft. Schwieriger wird es, wenn Anleger zu verschiedenen Zeitpunkten mehrere Bitcoins erworben haben. Denn dann bedarf es der Anwendung eines bestimmten Verfahrens, um die genaue Haltedauer bestimmen zu können.

Wie wird die Jahresfrist ermittelt?

Für die Berechnung der Frist, also den Zeitraum in dem die Anschaffung und die Veräußerung stattgefunden haben, wird die sogenannte „Fifo-Methode“ (First in First out) angewandt. Bei diesem Verfahren werden die Bitcoins, die zuerst erworben wurden, mit den Bitcoins verrechnet, die zuerst veräußert wurden. Diese Methode findet vor allem durch die starken Kursschwankungen Anwendung. Bei Fragen sollten Sie einen Rechtsanwalt konsultieren.

Nachweispflicht rechtlich

Um stets auf der sicheren Seite zu stehen, sollten sämtliche Transaktionen dokumentiert werden, um im Zweifelsfall dem Fiskus einen Nachweis erbringen zu können. Bestehen Zweifel über die Notwendigkeit oder rechtliche Fragen im Hinblick auf die Nachweispflicht gegenüber dem Finanzamt, sollte bereits im Vorfeld ein Rechtsanwalt aufgesucht werden, um mit diesem den rechtlichen Rahmen klären zu können.

Besteht eine Umsatzsteuerpflicht?

Trading Gewinne, die durch die Veräußerung von Bitcoins erzielt werden fallen unter die Einkommensteuer, doch wie sieht es mit der Umsatzsteuer aus? Der EUGH entschied in einem Urteil, dass der Umtausch konventioneller Währungen in Einheiten der virtuellen Währung „Bitcoin“ von der Mehrwertsteuer befreit ist. In der Pressemitteilung des EUGH (Nr. 128/15) heißt es

„In seinem heutigen Urteil geht der Gerichtshof davon aus, dass Umsätze in Form des Umtauschs konventioneller Währungen in Einheiten der virtuellen Währung „Bitcoin“ (und umgekehrt) Dienstleistungen gegen Entgelt im Sinne der Richtlinie darstellen, da sie im Umtausch verschiedener Zahlungsmittel bestehen und ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der von Herrn Hedqvist erbrachten Dienstleistung und dem von ihm erhaltenen Gegenwert besteht, d. h. der Spanne, die durch die Differenz zwischen dem Preis, zu dem er die Währungen ankauft, und dem Preis, zu dem er sie seinen Kunden verkauft, gebildet wird.

Der Gerichtshof ist ferner der Auffassung, dass diese Umsätze nach der Bestimmung, die sich auf Umsätze mit „Devisen, Banknoten und Münzen …, die gesetzliches Zahlungsmittel sind“ bezieht, von der Mehrwertsteuer befreit sind. Diese Bestimmung würde nämlich – im Hinblick auf den Zweck der Steuerbefreiung, der darin besteht, die Schwierigkeiten zu beseitigen, die im Rahmen der Besteuerung von Finanzgeschäften bei der Bestimmung der Bemessungsgrundlage und der Höhe der abzugsfähigen Mehrwertsteuer auftreten – einen Teil ihrer Wirkungen verlieren, wenn Umsätze wie die von Herrn Hedqvist geplanten aus ihrem Anwendungsbereich ausgeschlossen würden.“

Gewinne durch Mining steuerpflichtig? Wie ist die Rechtslage?

Eine weitere Möglichkeit, mit Bitcoins einen Gewinn zu erzielen ist das sogenannte „Mining“. Es handelt sich dabei um einen Vorgang, bei dem durch das Lösen von mathematischen Gleichungen, Bitcoins vom Netz selber geschaffen werden. Auch hierbei handelt es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft, dessen Gewinne grundsätzlich steuerpflichtig sind.

Die Besonderheit beim Mining liegt darin, dass es sich dabei grundsätzlich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. § 15 Abs. 2 EStG stellt klar, wann es sich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt „Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als eine andere selbständige Arbeit anzusehen ist.“. Es ist daher davon auszugehen, dass Miner auch grundsätzlich gewerblich tätig sind. Kein Gewerbe liegt hingegen dann vor, wenn es sich um eine gelegentliche Tätigkeit handelt, die nicht regelmäßig ausgeübt wird. Handelt es sich eben um eine solche gelegentliche Tätigkeit, stellen die erzielten Gewinne als Einkünfte aus sonstigen Leistungen dar. Nach § 22 Nr. 3 S. 2 EStG besteht keine Steuerpflicht, wenn die Einkünfte weniger als 256 Euro im Kalenderjahr betragen haben. In der Regel handelt es sich jedoch bei den Einkünften, die durch das Mining erzielt werden nicht um sonstige Einkünfte, sondern aufgrund der gewerblichen Tätigkeit um Gewinne aus Gewerbebetrieb.

Bei konkreten Rechtsfragen sollte ein Anwalt angesprochen werden, der sich mit dem Thema Bitcoin und Kryptowährung auskennt.

Wann liegt ein Gewinn steuerrechtlich vor?

Hinsichtlich der Berechnung des erzielten Gewinns durch das Mining ergeben sich einige Besonderheiten. Anders als der trading Gewinn, kann der Gewinn, der sich aus Einkünften aus Gewerbebetriebergibt, entweder durch Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG oder durch Bilanzierung nach § 5 Abs. 1 EStG ermittelt werden. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Entstehung, denn dieser Wert ist ausschlaggebend für die Ermittlung des tatsächlich erzielten Gewinns.

Denn bei dem Mining muss bedacht werden, dass der Prozess des Erzeugens einzelner Bitcoins bereits mit hohen Kosten verbunden ist. Der Gewinn ergibt sich daher durch das gegenüberstellen der Betriebsausgaben und der Betriebseinnahmen.Zu den Betriebsausgaben gehören daher insbesondere die Kosten für die Hardware und auch die Verwaltungskosten.

Gewinne in die Steuererklärung eintragen – mit oder ohne Rechtsanwalt!

Wer bisher nur Erfahrungen mit dem Handel von Wertpapieren gesammelt hat, wird sich bei einem Handel mit Bitcoins wohl oder übel mit dem Deklarieren der erzielten Gewinne in der Steuererklärung auseinandersetzen müssen. Denn durch die Einordnung als privates Veräußerungsgeschäft müssen trading Gewinne mit Kryptowährungen in der Steuererklärung angegeben werden. Denn hier wird nicht wie bei dem Handel mit Wertpapieren bereits durch das Geldinstitut die Abgeltungssteuer abgezogen. Bei privaten Veräußerungsgeschäften müssen Anleger nämlich ihre erzielten Gewinne in der Anlage So der Steuererklärung angeben.

Diese Tatsache ist dabei den wenigsten Bitcoin-Anlegern bewusst, weshalb diesen oftmals Ärger mit dem Finanzamt droht. Nicht nur ein Steuerberater, sondern auch ein Anwalt kann an dieser Stelle hilfreich sein, um bereits im Vorfeld gegen etwaige Anschuldigungen durch das Finanzamt vorzugehen. Daher ist hier eine frühzeitige Beratung äußerst sinnvoll, um ungewollten steuerstrafrechtlichen Tatbeständen bereits von Anfang an zu verhindern.

Welche Anlage ist die richtige?

Trading Gewinne, die durch den Handel mit Kryptowährungen entstanden sind, müssen in die Anlage SO (sonstige Einkünfte) eingetragen werden. Sonstige Einkünfte gehören zu den Überschusseinkünften, zu denen eben auch die Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften gehören. Ein solches Geschäft liegt vor,wenn es zu der Veräußerung eines Vermögensgegenstandes aus dem eigenen Privatvermögen kommt. Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften müssen daher grundsätzlich auch versteuert werden und in der Anlage SO deklariert werden.

Bestehen Gefahren im Umgang mit Kryptowährungen

Auch bei Kryptowährungen besteht durchaus die Gefahr, ein Opfer von Betrügern zu werden. Das gestiegene Interesse machen sich immer mehr Kriminelle zu Nutze, um sich als scheinbar seriöse Handelsplatz Betreiber auszugeben. Denn der Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin ist nur über spezielle Handelsplattformen, den sogenannten „Exchanges“ möglich. Nutzer müssen sich zunächst auf einer solchen Handelsplattform anmelden, um Kryptowährungen kaufen und verkaufen zu können. Die jeweiligen Kurse richten sich nach Angebot und Nachfrage und unterscheiden sich in der Regel nur unwesentlich zwischen den einzelnen Plattformen. Doch hier ist es bereits im Vorfeld äußerst wichtig, sich über den jeweiligen Anbieter zu informieren und eine böse Überraschung zu vermeiden. Leider ist es jedoch nicht immer möglich, Betrüger bereits im Vorfeld zu entlarven. Stellen Betroffene fest, dass sie zu Opfern geworden sind, sollte diese sich unbedingt zur Wehr setzen. Es sollte zum einen eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden und sich gegebenenfalls an einen Rechtsanwalt gewendet werden. Denn wenn die Täter ausfindig gemacht werden können, kann ein Anwalt rechtliche Schritte gegen diese einleiten und dabei helfen, das verloren gegangene Geld wiederzubekommen.

Wer darf rechtlich eine Handelsplattform für Bitcoin und Kryptowährung betreiben?

Es bestehen zwei verschiedene Arten von Handelsplattformen, zwischen denen grundsätzlich unterschieden werden muss. Zum einen gibt es die Handelsplattformen, auf denen Kryptowährungen gekauft und wieder verkauft werden können. Dann gibt es noch Plattformen, auf denen lediglich eigens erzeugte Bitcoins verkauft werden. Dieser Vorgang nennt sich Mining und hinsichtlich eines Handels dahingehend zu unterscheiden, ob es sich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt oder eben nicht. Grundsätzlich kann jeder die eigens erzeugten Bitcoins ohne eine Erlaubnis verkaufen, wenn es sich dabei um keine gewerbliche Tätigkeit handelt.

Auch bei Handelsplattformen muss zwischen einem gewerblichen und einem privaten Handel unterschieden werden. Liegt ein gewerblicher Handel vor, besteht eine Erlaubnispflicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht führt dazu wie folgt aus

„Derjenige, der im eigenen Namen gewerbsmäßig VC für fremde Rechnung an- und verkauft, betreibt das erlaubnispflichtige Finanzkommissionsgeschäft. Die Anschaffung oder Veräußerung der VC erfolgt für fremde Rechnung, wenn die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile aus diesem Geschäft den Auftraggeber treffen. Des Weiteren muss die Tätigkeit dem Kommissionsgeschäft nach dem Handelsgesetzbuch hinreichend ähnlich sein, wobei einzelne Rechte und Pflichten vom typischen Kommissionsgeschäft abweichen können. Bei VC-Plattformen ist daher das erlaubnispflichtige Finanzkommissiongeschäft erfüllt, wenn:

– die einzelnen Teilnehmer den Plattformen gegenüber bis zur Ausführung der Order weisungsbefugt sind, indem sie die Zahl und den Preis der Geschäfte vorgeben,

– den jeweiligen Teilnehmern ihre Handelspartner nicht bekannt sind und die Plattform nicht als Vertreter der Teilnehmer, sondern im eigenen Namen auftritt,

– die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile der Geschäfte die Teilnehmer treffen, die Geld auf Plattform-Konten überweisen oder VC auf deren Adressen übertragen, und

– die Plattform verpflichtet ist, den Teilnehmern über die Ausführung der Geschäfte Rechenschaft abzulegen und angeschaffte VC zu übertragen.“

Es muss sich jedoch nicht notwendigerweise um ein Finanzkommissionsgeschäft handeln, um von einer gewerbsmäßigen Tätigkeit ausgehen zu können. Denkbar sind zudem Plattformen, bei denen es sich um multilaterale Handelssysteme handelt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht definiert diese wie folgt „ Ein multilaterales Handelssystem bringt die Interessen einer Vielzahl von Personen am Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten innerhalb des Systems nach festgelegten Bestimmungen in einer Weise zusammen, die zu einem Vertrag über diese Finanzinstrumente führt. Dies bedeutet, dass ein Regelwerk über die Mitgliedschaft, den VC-Handel zwischen den Mitgliedern und Meldungen über abgeschlossene Geschäfte vorliegt. Eine Handelsplattform im technischen Sinne ist nicht erforderlich. Multilateral bedeutet, dass der Betreiber nur die Parteien eines potenziellen Geschäfts über VC zusammenbringt. Als Interesse am Kauf und Verkauf zählen auch Interessenbekundungen, Aufträge und Kursofferten.“

Bestehen grundsätzlich Fragen zur Erlaubnispflicht ist eine rechtzeitige Beratung sinnvoll. Helfen kann hier Rechtsanwalt, der sich mit den Anforderungen, die an das Betreiben einer solchen Handelsplattform gestellt werden auskennt.

Ist ein Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner?

Bestehen rechtliche Fragen, handelt es sich bei einem Anwalt grundsätzlich um den richtigen Ansprechpartner. Unterschieden werden muss dabei allerdings zwischen den einzelnen Rechtsgebieten. Entscheidend ist daher das jeweilige Rechtsgebiet, auf welches sich ein Anwalt spezialisiert hat. Bei rechtlichen Fragen zum Thema Kryptowährungen, sollte es sich um einen Rechtsanwalt handeln, der sich besonders gut in dem Bereich IT-Recht auskennt und sich bestenfalls auf dieses spezialisiert hat. Ein möglicher Nachweis für eine solche Spezialisierung ist der Titel des Fachanwalts. Ein Anwalt kann diesen Titel durch den erfolgreichen Abschluss eines Lehrgangs, bei der eine umfassende Kenntnis innerhalb eines Rechtsgebietes erlangt wird nachweisen. Der Titel wird dabei nur beim Bestehen einer abschließenden Prüfung verliehen.

Unsere Kanzlei hat ihren Sitz in Hannover und ist auf das IT-Recht spezialisiert. Wir sind daher der richtige Ansprechpartner bei Fragen zum Thema Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin und beraten Mandanten bundesweit. Egal, ob Sie Fragen im Bereich Steuern haben oder aber sich bezüglich des Datenschutzes oder der allgemeinen Sicherheit von Kryptowährungen informieren möchten, können Sie sich unverbindlich an uns wenden. Gerne können Sie mit uns per Telefon, oder aber per E-Mail in Kontakt treten und ein Anwalt meldet sich bei Ihnen.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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