Zugang einer Kündigung

Wir beraten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hannover und bundesweit, wenn eine Kündigung zugeht. Für Betroffene ergeben sich bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses viele Fragen. Auf unseren Internetseiten finden Sie vielfältige Informationen zum Arbeitsrecht. Wir stehen Ihnen aber auch für rechtliche Beratungen und persönliche Gespräche in unserer Kanzlei in Hannover zur Verfügung.

Beratung Arbeitsrecht bei Kündigung

Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, ist zunächst zu prüfen, ob alle formalen Anforderungen eingehalten worden sind. Eine Kündigung muss eindeutig und zweifelsfrei sein. Es muss auch klar sein, ob es sich um eine ordentliche, fristgemäße oder um eine außerordentliche, fristlose Kündigung handelt.

Wenn der Arbeitgeber die Kündigung nicht selber ausspricht, muss derjenige, der die Kündigung unterzeichnet, auch entsprechend bevollmächtigt sein. Wir erleben in der Praxis immer wieder, dass hierbei Fehler auf Seiten der Arbeitgeber entstehen.

Die Kündigung kann auf unterschiedlichen Wegen zugehen. Beispielsweise kann die Kündigung persönlich überreicht werden. Sie kann auch in den Hausbriefkasten gelegt werden oder durch Dritte übergeben werden. Und dabei ist insbesondere für die Fristberechnung für eine Kündigungsschutzklage der Zugang von Bedeutung.

Wenn eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer grundlos die Annahme einer Kündigung verweigert, muss sie oder er sich nach den Grundsätzen von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB so behandeln lassen, als sei die Kündigung im Zeitpunkt der Annahmeverweigerung zugegangen. Auch die Verweigerung in einem persönlichen Gespräch, die Kündigung anzunehmen, hilft nicht.

Schriftform der Kündigung

Die Kündigung unterliegt nach § 623 BGB der Schriftform. Wird die Schriftform nicht eingehalten, ist die Kündigung gemäß § 125 Satz 1 BGB nichtig. Das Erfordernis der Schriftform gilt ohne Einschränkung für alle Kündigungen, sowohl also für fristgemäße als auch fristlose Kündigungen.

Muss Kündigung begründet werden?

Bei unseren Beratungen im Arbeitsrecht wird immer wieder die Frage gestellt, ob eine schriftliche Begründung der Kündigung notwendig ist. Nur in einzelnen gesetzlichen Bestimmungen ist eine entsprechende Begründungspflicht vorgesehen. Beispielsweise müssen nach § 22 Abs. 3 Berufsbildungsgesetz Auszubildenden die Kündigungsgründe genannt werden. Auch einige tarifvertragliche Regelungen enthalten die Bestimmung, dass Kündigungsgründe zu beachten sind. Ansonsten ist eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung von Gesetzwegen grundsätzlich ohne Angabe der Kündigungsgründe wirksam. Bei einer außerordentlichen Kündigung muss der kündigende Arbeitgeber allerdings nach Erklärung der Kündigung dem anderen Teil auf Verlangen den Grund zur außerordentlichen Kündigung unverzüglich schriftlich mitteilen.

Wir beraten Sie gern zu allen Fragen des Arbeitsrechts, insbesondere, wenn Sie eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses erhalten haben. Wir stehen sowohl für telefonische Informationen als auch für persönliche Gespräche in unserer Kanzlei in Hannover zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Arbeitsrecht:

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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