Apps verkaufen

Wie derzeit die meisten Apps an den Mann oder die Frau geraten, ist schnell geklärt: die Stores von Google oder Apple bilden die größten Marktplätze für diesen Bereich. Bei Apple heißt es “Apple AppStore” und bei Google dafür “Google Play”. Beide Platfformen sind als zentraler Marktplatz für die eigens vertriebenen Apps zu betrachten. Die downloadbaren Programme sind dort nach Themen und Funktionen sortiert, und jedes Produkt hat eine eigene Seite mit weiterführenden Informationen für den potenziellen Verbraucher. Meistens werden auf diesen Unterseiten die features und die Zugriffsrechte benannt, die für die Appnutzung notwendig sind.

Apps kaufen und verkaufen

Per Klick wird die App dann – entweder kostenlos, oder kostenpflichtig – heruntergeladen und auf dem mobilen Endgerät installiert. Für den Bezahlprozess bieten Apple und Google jeweils unterschiedliche Systeme, üblicherweise ist der Kauf aber schnellstens abgewickelt und es kann losgehen. Oft wird einfach die Kreditkarte hinterlegt und mit einem Klick gekauft. Andernorts ist auch das Zahlen über die Mobilfunkrechnung möglich. Rein rechtlich gesehen übernimmt der Appstore die ganze Kaufabwicklung, d.h. die App-Entwickler sind aus diesem Prozess herausgehalten und stehen auch für nichts gegenüber dem Endkunden ein.

Zugriffsrechte beim App-Kauf

Rechtlich interessanter ist aber die Frage, welche Zugriffsrechte beim benötigt werden – denn hier klicken die meisten Nutzer einfach weiter und wissen gar nicht, in was genau sie eingewilligt haben. Der Download und das Installieren wird hier als Einwilligung verstanden, und zwar für unter anderem folgende Bereiche: Zugriff für das Lesen und Schreiben auf lokale Dateien, Zugriff auf das Internet oder das jeweilige Netzwerk, Abhörung der geographischen Daten (GPS), kompletter Zugriff auf die Kontaktdaten und die SMS des Nutzers, Zugriffsrechte für die Kamera und das Mikrofon und weitere.

Zugriff nur gegen Einwilligung

Wer will, muss sich mit der Rechtslage etwas auseinandersetzen, denn das deutsche Datenschutzrecht verlangt eine sogenannte informierte Einwilligung, und informiert heißt eben umfassend und transparente Aufklärung. Und unter dem Gebot der Datensparsamkeit und Datenvermeidung ist es mehr als fraglich, dass die meisten Apps beim Verkauf mehr Zugriffsrechte einfordern, als sie tatsächlich benötigen. Es liegt der Verdacht nahe, dass besonders kostenlose Spaß-Apps nur der Datensammlung dienen.

Der App Verkauf ist durch Google und Apple aber glücklicherweise schon relativ sicher, denn beide Anbieter haben strenge Qualitätsanforderungen an neue Apps. Hier sollte der Nutzer sich dennoch nicht auf die big player verlassen, sondern selbst Erkundigungen über die gewünschten Apps anstellen.

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Rechtsanwalt Thomas Feil

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

Ein Kommentar zu “Apps verkaufen
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