Unfähiger Anwalt?

Ein Anwalt sollte fähig sein. Doch was heißt das eigentlich? Und wann ist ein Anwalt einfach unfähig? Dies sind nicht nur theoretische Fragen, sondern Fragen mit praktischer Bedeutung. Ist der Anwalt unfähig kann sich der Mandant zu recht fragen, was er denn nun tun kann. Problematisch ist dabei auch, dass meist der Mandant erst zu spät merkt, dass der Anwalt unfähig ist. Das ist ärgerlich. Doch dieser Beitrag soll Ihnen einen kleinen Überblick über das Thema „unfähiger“ Anwalt geben.

Wann ist ein Anwalt unfähig?

Nun ist der Begriff „unfähig“ kein Rechtsbegriff. Der Begriff unfähig wird oft dafür verwendet um auszudrücken, dass jemand die an ihn gestellten Anforderungen nicht erfüllt, sei es aus Einzelfallgründen oder auf Grund struktureller Gründe.

Um zu wissen, wann der Anwalt unfähig ist, lohnt sich ein Blick in das Gesetz. Der Anwalt ist Vertragspartner des Mandanten und als solcher hat er Rechte, ist aber auch Pflichten unterworfen. Diesen Pflichten muss ein fähiger Anwalt nachkommen.

Der Anwalt ist dabei aber unfähig, wenn er die Pflichten nicht erfüllt oder erfüllen kann. So ist er unfähig, wenn er beispielsweise versäumt, den Sachverhalt richtig aufzuarbeiten. Achten Sie also darauf, dass der Anwalt Rückfragen stellt und versucht, den Fall zu verstehen. Gerade auch, wenn der Anwalt im Stress zu sein scheint muss er sich Zeit nehmen. Ein unfähiger Anwalt versäumt dies und kann daher auch keine rechtlich tragfähige Lösung erarbeiten.

Ebenso ist ein Anwalt unfähig, wenn er Fristen versäumt oder die Verjährung übersieht. Ebenso, wenn er bei der rechtlichen Lösung Fehler macht und dabei z.B. bestimmte wichtige Merkmale übersieht oder aber die Rechtsprechung missachtet.

In all diesen Fällen ist der Anwalt unfähig. Auch der Umgang mit den Mandanten sollte natürlich einwandfrei sein. Ein Anwalt ist daher auch unfähig, wenn er vielleicht ein guter Jurist ist, aber bspw. nicht auf die Mandanten eingehen kann.

Was tun?

Ist der Anwalt unfähig gibt es verschiedene Konstellationen. Zum einen kann ein Schaden vielleicht vermieden werden, wenn Sie Ihren Anwalt wechseln und einen neuen Beauftragen. Verursacht der Anwalt durch sein Verhalten so einen Wechsel, kann er sich sogar hinsichtlich der Mehrkosten schadensersatzpflichtig machen.

Möglich ist auch, den Anwalt anzumahnen, seine Sache ordnungsgemäß zu machen. Dies setzt freilich voraus, dass Sie Kenntnis aller Umstände haben. Gerade aber, wenn der unfähige Anwalt gewisse Dinge verschweigt, kann dies schwer werden. Seien Sie dabei auf der Hut und fragen Sie gelegentlich nach. Denn das ist ihr gutes Recht.

Zuletzt kann unter Umständen gegen den unfähigen Anwalt Schadensersatz geltend gemacht werden. Hierfür ist zunächst eine Pflichtverletzung notwendig. Dann muss aber auch ein Schaden entstanden sein. Dieser kann z.B. darin liegen, dass das Gericht ohne die Pflichtverletzung zu Gunsten des Mandanten entschieden hätte. Oder aber eben wegen des Wechsels von einem unfähigen Anwalt auf einen fähigen Anwalt.

Fazit

Ein unfähiger Anwalt ist nicht nur nervig, sondern kann auch richtig Geld kosten. Haben Sie den Verdacht, dass ihr Anwalt unfähig ist, dann halten Sie die Augen offen und achten Sie darauf, dass der Anwalt seine Arbeit richtig macht und seine Schritte ggf. auch Ihnen gegenüber erklären kann.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Anwalt unfähig ist? Dann wechseln Sie diesen. Gerne können Sie auch uns Ihren Fall schildern und eine rechtliche Meinung einholen. Wir helfen Ihnen gerne.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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