Anlagebetrug melden und anzeigen? Keine Zeit verlieren!

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Sie sind von einem Anlagebetrug betroffen und möchten diesen nun melden oder anzeigen? Dann sollten Sie sich gut überlegen, inwieweit das Melden oder Anzeigen tatsächlich der erste sinnvolle Schritt ist.

Denn beim Anlagebetrug geht es vor allem um eins: Schnelligkeit.

Die Täterinnen und Täter hinter dem Anlagebetrug werden alles daran setzen, die von Ihnen erbeuteten Gelder schnellstmöglich weiterzuleiten und auf verschiedene ausländische Konten zu transferieren. Darüber hinaus werden Sie selbst nicht das einzige Opfer sein, d.h. es werden viele Personen versuchen, ihr Geld zurückzuholen.

Es hilft durchaus, nicht zu den Letzten zu gehören, die Rückzahlungsansprüche geltend machen.

Ein einfaches Melden oder Anzeigen des Anlagebetrugs bei einer staatlichen Stelle oder Ihrer Bank wird vermutlich nichts von Ihrem Geld zurückbringen. Das liegt vor allem daran, dass staatliche Stellen erfahrungsgemäß nicht schnell genug agieren.

Wo kann ich überhaupt einen Anlagebetrug melden?

Anlaufstellen für ein Melden des vorgefallenen Anlagebetrugs sind beispielsweise die örtliche Polizeistelle, die Staatsanwaltschaft oder die Bundesfinanzaufsicht.

Uns haben jedoch mehrere Betroffene bereits berichtet, dass die örtlichen Polizeistellen mit Fällen des Anlagebetrugs überfordert sind.

Auch eine Anzeige wegen Kapitalanlagebetrug, was die Einschaltung der Staatsanwaltschaft zur Folge hat, verläuft oft nur schleppend.

Die Bundesfinanzaufsicht wiederum antwortet unserer Erfahrung nach so langsam, dass die Täterinnen und Täter, die hinter dem Anlagebetrug stecken, leider alle Zeit der Welt haben, die ergaunerten Gelder „in Sicherheit“ zu bringen.

Ein Melden des Anlagebetrugs in dieser Form ist zwar besser als nichts, sollte aber nicht der erste oder einzige Schritt sein.

Wieso bringt die Anzeige von Anlagebetrug nicht wirklich etwas?

Um verloren geglaubtes Geld nach einem Anlagebetrug tatsächlich zurückzuerhalten, müssen Betroffene dafür sorgen, dass die Konten der Betrüger möglichst schnell eingefroren werden.

Dies geschieht am schnellsten über die Einschaltung eines spezialisierten Rechtsanwalts.

Eine Anzeige bei den staatlichen Stellen und Strafverfolgungsbehörden wird Ihr Rechtsanwalt ohnehin für Sie vornehmen. Wichtiger ist allerdings, dass die ausländischen Banken kontaktiert werden.

Denn nur so lassen die Geldströme rechtzeitig abfangen. Auf diesem Wege haben wir bereits Gelder für Mandantinnen und Mandanten zurückholen können, während die staatlichen Stellen, denen wir den Anlagebetrug parallel gemeldet haben, erste Monate später überhaupt eine Rückmeldung erteilten.

Welcher Rechtsanwalt ist für mich der richtige Ansprechpartner?

Bei der Auswahl Ihres Rechtsanwalts sollten Sie Wert darauf legen, dass dieser bereits eine Vielzahl von Fällen des Anlagebetrugs bearbeitet hat.

Nur so ist sichergestellt, dass keine wertvolle Zeit dadurch verloren geht, dass Ihr Anwalt sich erst mühselig in die Materie des Anlagebetrugs einarbeiten muss.

Ihr Rechtsanwalt sollte in der Lage sein, mehrsprachig und international agieren zu können. Denn es sind viele staatliche Stellen und die betroffenen Banken im Ausland anzusprechen.

Nur so können Gelder überhaupt abgefangen und zu den ursprünglichen Eigentümern zurücktransferiert werden.

Ein Melden und Anzeigen des Anlagebetrugs bei den deutschen Stellen erfolgt durch Ihren Anwalt parallel zu der eigentlichen, zivilrechtlichen Tätigkeit gegenüber den Betrügerinnen und Betrügern und den Banken, die die Konten für die betrügerische Banden bedienen.

Wichtige Tipps für Sie bei Fällen des Anlagebetrugs!

Verschwenden Sie zunächst keine Zeit damit, den Anlagebetrug bei einer staatlichen Stelle zu melden oder anzeigen zu wollen.

Sorgen Sie viel mehr dafür, dass:

  1. Sie keinerlei weitere Einzahlungen vornehmen. Oft lassen sich Betroffene eines Anlagebetrugs weiter manipulieren und zahlen weitere Gelder ein,
  2. die Täterinnen und Täter keinerlei Kontaktmöglichkeit zu Ihnen mehr haben. Riskieren Sie keine weiteren Chats, Mailverkehr oder Telefonate – Sie können dadurch nur verlieren,
  3. die Betrüger keinen Zugriff auf Ihre Onlinebanking-Accounts oder Ihre Endgeräte haben (auch nicht per TeamViewer oder Anydesk),
  4. Sie sich jemandem anvertrauen. Betroffene von Anlagebetrug melden sich selten bei ihren Familienangehörigen oder Freundinnen und Freunden. Das ist ein Fehler, denn so sind Sie isoliert und begehen womöglich weitere Fehler. Sprechen Sie daher mit jemandem, dem Sie vertrauen können über die Geschehnisse.

Die Anzeige bei einer staatlichen Stelle und den einschlägigen Finanzaufsichtsbehörden kann Ihr Rechtsanwalt für Sie übernehmen. Parallel wird Ihr Rechtsanwalt zivilrechtliche Schritte, beispielsweise gegen die Empfängerbank und die Konteninhaber in die Wege leiten.

Worauf stütze ich das Anzeigen eines Anlagebetrugs überhaupt?

Betroffene können einen Anlagebetrug auf Grundlage des § 264a StGB anzeigen. Diese Strafrechtsnorm sieht vor, dass Kapitalanlagebetrüger mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen sind.

Inhaltlich geht es darum, inwieweit die Täterinnen und Täter inhaltlich falsche Angaben zu der angeblichen Kapitalanlage gemacht haben. Dies können kleinere Fehler, aber auch größere Umstände sein.

In den Fällen des Anlagebetrugs, die uns geschildert werden, handelt es sich meist um komplexe Betrugsmaschen, in denen zuerst Vertrauen durch persönlichen Kontakt aufgebaut wird, um sodann hohe Einzahlungen von den Opfern zu realisieren.

Melden sich die Broker oder betrügerischen Plattformen dann nicht mehr, auch unter Androhung des Anzeigens der Straftat, ist klar, dass die Auszahlung nicht stattfinden wird.

Die Geldanlagen „dahinter“ gibt es meist gar nicht. Es handelt sich oft um eine reine Betrugsmasche, die auch unter § 263 StGB subsumiert werden kann. Dieser allgemeine Betrugstatbestand setzt voraus, dass die Täterinnen und Täter die Opfer unter falschen Angaben zu einer Vermögensverschiebung animiert haben.

Dies ist in den Fällen, die uns oft geschildert werden, eben genau so der Fall – es handelt sich um einen klassischen Betrug, und nur teilweise oder gar nicht um einen Kapitalanlagebetrug.  

Melden Sie sich bei uns, wir prüfen die Erfolgsaussichten kostenfrei!

Unsere Kanzlei ist auf die Fälle des Anlagebetrugs spezialisiert und betreut Mandantinnen und Mandanten in ganz Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Wir bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung an.

Schildern Sie uns Ihren Fall des Anlagebetrugs per Mail und teilen Sie hierbei mit, ob Sie den Fall bereits gemeldet haben oder anzeigen wollen. Ferner bitten wir um Mitteilung des Namens der betrügerischen Plattform oder des betrügerischen Brokers.

Sie erhalten von uns eine unverbindliche, kostenfreie Ersteinschätzung. Wir teilen mit, ob wir Erfolgsaussichten für Ihren Fall positiv bewerten können.

Auf Wunsch werden wir dann für Sie tätig und können die Bearbeitung unverzüglich beginnen. Hierdurch können womöglich Ihre Gelder ganz oder teilweise zurückgeholt werden.


2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 2 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5
Loading...

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

4 Kommentare zu “Anlagebetrug melden und anzeigen? Keine Zeit verlieren!
  • 22. Juli 2021 um 10:46 Uhr
    K. L. says:

    Sehr geehrter Herr Feil,
    wahrscheinlich sind wir einem Anlagebetrug zum Opfer gefallen. Wir haben bei Glare Market viel Geld investiert. Auf dem Anlagekonto stehen derzeit 46060,05€. Aber es findet keine Auszahlung statt, nur Vertröstungen und immer neue Forderungen. Ich habe Ihr Angebot im Internet gefunden und würde mich freuen wenn Sie sich unserer Sache annehmen würden.
    K. L.

    • 22. Juli 2021 um 11:17 Uhr

      Guten Tag,

      Glare Market habe ich in den letzten Wochen bereits mehrfach bearbeiten müssen, da mir einige Personen eine ähnliche Situation berichteten.

      Gern schreibe ich Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 21. Juli 2021 um 22:08 Uhr
    Anja K. says:

    Guten Tag Herr Rechtsanwalt Feil,

    Ich legte bei Hashtrade 250€ an. Dadurch bekam ich ca. 3000 USD. Das Geld kann ich mir nur über Bitpanda auszahlen lassen. Bitpanda hat daraufhin Kontakt mit mir aufgenommen und das Geld dann umgerechnet, sodass es am Ende ca. 7000€ sind.
    Damit die mir das Geld auszahlen können, muss ich mind. 51% des Geldes einzahlen sozusagen ca 3500€.
    Nachdem ich das gemacht habe hieß es, dass ich noch 500€ einzahlen soll, da sich die Währung sonst ändert und der Betrag wieder steigen kann und so ich wieder mehr einzahlen muss.
    Durch die 500€ bekomm ich definitiv die 7000€ ausgezahlt.
    Nach ein paar Tagen bekam ich von Hashtrade die Aussage, dass ich 100% des Geldes einzahlen muss, ansonsten bekommen die das Geld zurück. Da ich mein restliches Geld schon eingezahlt habe, konnte ich das restliche Geld nicht einzahlen. Nachdem ich mich mit Bitpanda in Verbindung gesetzt habe, bekam ich nun die Antwort, dass mein Konto dauerhaft gesperrt wurde.
    Können Sie mir hier weiterhelfen?
    Liebe Grüße
    Anja K.

    • 22. Juli 2021 um 11:17 Uhr

      Guten Tag Frau K.,

      Hashtrade wurde mir bereits mehrfach zugetragen. Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

Schreibe einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*
*

Cookies werden von unserer Seite nur gesetzt, wenn Sie akzeptieren anklicken. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen