Krypto-Betrug erfordert schnelles Handeln

Anlagebetrug

„Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Schon der Versuch ist strafbar.“

§ 263 StGB

Das heißt auf gut Deutsch: Wer das Vermögen eines anderen mit falschen Versprechungen, verdrehten Tatsachen und unterdrückten Wahrheiten schädigt, begeht ein Verbrechen, das mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden kann. In besonderen Fällen kann sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren verhängt werden. Krypto-Betrug, Fachanwalt IT-Recht hilft!

Die Krypto-Betrugsfälle mehren sich

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser! Seit gut fünf Jahren mehren sich die Fälle von Krypto-Betrug. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und auf der ganzen Welt. Ich erinnere an den Fall der „Drei Musketiere“ aus Österreich, einem der größten Kriminalfälle rund um Kryptowährungen aus dem Jahr 2018, bei dem sogar die Betrüger davon sprachen, selbst Opfer zu sein.

Millionen-Schäden

Sie, die sich als die Drei Musketiere bezeichneten, waren davon überzeugt, als seriöse Broker für „Optioment“ aufzutreten und ihren Kunden ein tadelloses Geschäft mit hohen Renditen anzubieten. Bis plötzlich die Website von einem Tag auf den anderen offline ging – und das Geld der Anleger verschwand. Durch das Pyramidenspiel entstand ein Gesamtschaden in der Höhe von 100 Millionen Euro.

Anlagebetrug ist ein Offizialdelikt und wird dementsprechend auch als Betrug von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt. In den letzten Jahren sind Krypto-Vermögenswerte ein immer beliebteres Ziel für Betrüger geworden.

Einem Bericht der US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörde FTC (Federal Trade Commission) aus dem Jahr 2022 zufolge gingen allein seit 2021 Krypto-Vermögenswerte im Wert von fast 1 Milliarde US-Dollar durch Betrug verloren. Jeder zweite Trading-Betrug begann mit einer Anzeige oder Nachricht in den sozialen Medien, wobei die FTC Instagram (32%), Facebook (26%), WhatsApp (9%) und Telegram (7%) als die Top-4-Plattformen identifiziert.

Krypto-Betrug: Hohe Renditen

Es ist bereits hinlänglich bekannt, dass sich Betrüger an Euro, Bitcoins oder anderen digitalen Vermögenswerten bedienen. Manchmal ist es für die Opfer dieser Art von Straftaten nicht einfach, den Betrug sofort zu erkennen, da es anfangs noch vertrauensvoll wirkt.

Ein Krypto Betrug läuft zum Beispiel so ab, dass die Betrugsopfer auf eine unseriöse Trading-Plattform gelockt werden, mit dem Versprechen, nach vollständiger Anmeldung – also nach Bekanntgabe aller sensibler Daten inklusive Kontonummern – in relativ kurzer Zeit mit hohen Renditen rechnen zu können.

Persönlicher Betreuer

Oft wird dieser Prozess von einem “persönlichen Betreuer” begleitet, der in die Betrügereien auf die eine oder andere Weise, bewusst oder unbewusst – siehe Optioment – selbst verwickelt ist. Die Opfer überweisen ihre Bitcoins auf die betrügerische Trading-Plattform, in der Annahme, eine gute Anlagemöglichkeit, ähnlich einer Aktie oder eines Fonds, gefunden zu haben.

Das falsche Spiel kann eine längere Zeit gut gehen; der vermeintliche Anleger wähnt sich in dieser Zeit in Sicherheit. In vielen Fällen hat er den einen oder anderen kleineren Gewinn bereits abgeschöpft, was sein Vertrauen in die Plattform stärkt. Just zu dem Zeitpunkt, an dem er seine angeblichen großen Gewinne abschöpfen möchte, wird entweder die Auszahlung verweigert oder die Website stillgelegt.

Warnung vor Krypto-Betrug

Sehr geehrte Damen und Herren, lassen Sie nicht zu, dass ein Krypto-Betrug Ihre finanzielle Zukunft ruiniert! Die Welt der Kryptowährungen wird immer beliebter, und mit ihr auch die Krypto-Betrügereien. Seien Sie daher wachsam und informieren Sie sich rechtzeitig über die Risiken von Investitionen in Kryptowährungen.

Und denken Sie daran: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch! Wenn Sie glauben, Opfer eines Anlagenbetrugs geworden zu sein, ergreifen Sie sofort Maßnahmen, um Ihre Verluste zu minimieren.

Krypto-Betrug: Drei Warnhinweise, die Sie ernst nehmen sollten

Trading-Betrug wird immer raffinierter, und die Betrüger machen sich die Tatsache zunutze, dass viele Menschen nicht wissen, wie Kryptowährungen funktionieren. Bei Krypto-Betrug versprechen Betrüger den Anlegern in der Regel hohe Renditen, wenn sie ihnen Geld in Form von Kryptowährungen schicken.

Der Betrüger verschwindet anschließend mit dem Geld, und der Anleger steht vor dem Nichts.
Betrug mit Kryptowährungen kann sehr schwer zu erkennen sein, aber es gibt drei Warnhinweise, auf Sie achten sollten:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber allen, die hohe Renditen versprechen.
  • Seien Sie skeptisch gegenüber allen, die Sie auffordern, Geld in Form von Kryptowährungen zu senden, vor allem, wenn Sie sie nicht gut kennen.
  • Recherchieren Sie, bevor Sie jemandem Geld in Form von Kryptowährungen schicken. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Lassen Sie nicht zu, dass ein Anlagebetrug Ihre finanzielle Zukunft ruiniert.

Drei gängige Arten des Krypto-Betrugs

Pump-and-Dump-Schemata

Bei einem Pump-and-Dump-Schema arbeitet eine Gruppe von Personen zusammen, um den Preis einer Kryptowährung künstlich in die Höhe zu treiben, indem sie sie in großen Mengen kauft und sie dann verkauft, sobald der Preis steigt. Diese Schemata zielen oft auf kleine oder neue Kryptowährungen ab, die kein großes Handelsvolumen haben und daher leicht zu manipulieren sind.

Initial Coin Offering oder ICO

Bei einem ICO gibt ein betrügerisches Unternehmen vor, Gelder für eine neue Kryptowährung oder ein Blockchain-Projekt zu sammeln. Sie verkaufen dann digitale „Token“ an Investoren, denen oft versprochen wird, dass diese Token im Wert steigen werden, sobald das Projekt abgeschlossen ist. Die meisten ICOs sind jedoch nichts anderes als ausgeklügelte Schneeballsysteme, und die Token haben keinen tatsächlichen Wert.

Ponzi-Schemata

Ponzi-Schemata sind eine weitere Art von Betrug, die im Bereich der Kryptowährungen immer häufiger vorkommt. Bei einem Schneeballsystem verspricht eine Person oder Organisation den Anlegern hohe Renditen für ihre Investitionen, aber anstatt das Geld zu investieren, verwenden sie es einfach, um frühere Anleger zu bezahlen. Das kann eine Zeit lang so weitergehen, aber schließlich bricht das System zusammen, wenn es nicht genügend neue Anleger gibt, um es am Laufen zu halten.

Krypto-Betrug: Wie können Sie Ihr Geld zurückholen?

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt. Viele Menschen wissen nicht, dass sie, wenn sie Opfer eines Krypto-Betrugs geworden sind, Möglichkeiten haben, ihre Verluste zurückzubekommen. Oft besteht der erste Schritt darin, sich an einen Anwalt zu wenden, der sich auf Trading-Betrug spezialisiert hat.

Dieser kann den Sachverhalt Ihres Falles prüfen und feststellen, wie Sie am besten vorgehen. In einigen Fällen kann es möglich sein, eine Zivilklage gegen die für den Betrug verantwortliche Person oder Einrichtung einzureichen. Dies kann ein langwieriger und komplizierter Prozess sein, aber es kann der beste Weg sein, um Ihre Verluste wiederzuerlangen.

Alternativ können Sie auch einen Vergleich mit der für den Betrug verantwortlichen Partei schließen. Dies kann eine schnellere und weniger kostspielige Option sein, aber es ist wichtig, dass Sie alle Bedingungen der Vereinbarung verstehen, bevor Sie etwas unterschreiben.

Was Sie tun können, wenn Sie Opfer eines Trading-Betrugs geworden sind

Reagieren Sie nach einem Krypto-Betrug schnell. Wenn Sie Opfer eines Verbrechens im Zusammenhang mit Kryptowährungen geworden sind, sollten Sie sofort die folgenden Schritte unternehmen:

  • Vermeiden Sie zunächst weitere finanzielle Verluste, indem Sie den Zugang zu Ihrem Konto über Online-Banking oder Börsen sichern, sofern möglich (aber nicht notwendig). So schließen Sie aus, dass etwaige unerwünschte Transaktionen in Ihrem Namen ausgeführt werden.
  • Zeigen Sie die Straftat bei der Polizei an und erstatten Sie Anzeige bei der örtlichen Staatsanwaltschaft.
  • Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, um den Schaden einzuschätzen und Maßnahmen zu ergreifen, um Ihr Geld zurückzubekommen.
  • Warnen Sie Ihre Freunde und Verwandten vor dem Betrug, damit sie nicht selbst Opfer werden.
  • Installieren Sie eine aktuelle Antivirus-Software, um den Zugriff auf Ihr Gerät oder Ihr Konto durch Betrüger zu verhindern. Diese schleusen nicht selten Schadstoffsoftware auf Ihren Computer, um sich an Ihrem Geld zu bedienen.
  • Informieren Sie die zuständige Finanzaufsichtsbehörde. Wenn der Krypto-Betrug einen Auslandsbezug aufweist, informieren Sie die in diesem Land ansässige Finanzaufsichtsbehörde.

Was kann die Gesellschaft gegen Trading-Betrug tun?

Nun, es gibt zwar keine einfachen Lösungen, aber es gibt ein paar Dinge, die man tun kann, um das Problem einzudämmen. Eine der wichtigsten Maßnahmen besteht darin, die Menschen über die Risiken von Investitionen in Kryptowährungen aufzuklären, wie es etwa dieser Artikel tun soll.

Viele Menschen werden durch das Versprechen hoher Renditen angelockt, ohne die damit verbundenen Risiken zu verstehen. Kryptowährungen werden auch oft als völlig anonym vermarktet, was es Kriminellen erleichtert, unentdeckt Geld zu waschen. Es ist wichtig, dass die Menschen verstehen, dass Krypto-Assets nicht völlig anonym sind und dass es Schritte gibt, die unternommen werden können, um Transaktionen zurückzuverfolgen.

Eine weitere Maßnahme zur Bekämpfung von Krypto-Betrug ist die stärkere Regulierung von Börsen und anderen Dienstleistern. Dies würde dazu beitragen, schlechte Akteure auszusortieren und es Kriminellen zu erschweren, zu operieren.

Schließlich müssen die Strafverfolgungsbehörden besser für den Umgang mit Krypto-Betrug gerüstet sein. Dazu gehört, dass sie über die richtigen Instrumente und Befugnisse verfügen, um Verbrechen zu untersuchen und Kriminelle aufzuspüren.

Wie gehen Behörden gegen Krypto-Betrug vor?

Wie gehen die Behörden gegen dieses wachsende Problem vor? Die Strafverfolgungsbehörden können auf verschiedene Weise vorgehen. Eine davon ist die Verfolgung der Börsen, die für den Betrug genutzt wurden. Dies kann sich jedoch als schwierig erweisen, da viele dieser Börsen ihren Sitz in Übersee haben und außerhalb der Reichweite der deutschen Strafverfolgungsbehörden liegen.

Ein anderer Ansatz besteht darin, die einzelnen Nutzer ins Visier zu nehmen, die die gestohlenen Gelder senden oder empfangen. Auch dies kann schwierig sein, da viele dieser Nutzer Pseudonyme verwenden und nicht leicht zu identifizieren sind.

Eine weitere Möglichkeit für die Behörden ist der Versuch, die gestohlenen Gelder über die Blockchain zurückzuverfolgen. Wenn eine Transaktion in der Blockchain durchgeführt wird, hinterlässt sie einen Datensatz, der bis zum Absender und Empfänger zurückverfolgt werden kann. Dies kann hilfreich sein, um festzustellen, wer an einem bestimmten Betrugsversuch beteiligt war.

Außerdem können die Behörden mit Börsen und anderen Unternehmen im Krypto Bereich zusammenarbeiten, um gestohlene Gelder ausfindig zu machen und sie an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.

Was ist die Aufgabe der Finanzaufsichten im Bereich Krypto-Betrug?

Polizei und Staatsanwaltschaft sind nur zwei von drei Behörden, die bei Krypto-Betrug tätig werden. Die dritte Behörde sind die jeweiligen Finanzaufsichten, die bei rechtswidrigen Transaktionen im öffentlichen Finanzdienstleistungssektor (also bei Banken) aufsichtsrechtliche Maßnahmen ergreifen müssen. In Deutschland ist das die BaFin. Sie ist das zuständige Organ für die Überwachung solcher Finanzdienstleistungen, für individuelle Streitigkeiten zeichnet sie jedoch nicht zuständig.

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Weltwirtschaft stehen die Finanzaufsichtsbehörden vor neuen Herausforderungen bei der Betrugsbekämpfung. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von Zentralbanken reguliert werden, sind Kryptowährungen dezentralisiert und unterliegen keiner staatlichen Kontrolle. Dies macht es für die Aufsichtsbehörden sehr schwierig, gestohlene Gelder aufzuspüren und wiederzufinden.

Darüber hinaus sind viele Krypto-Betrügereien mit komplexen internationalen Transaktionen verbunden, was es noch schwieriger macht, das Geld zurückzuverfolgen und die Täter vor Gericht zu bringen. Infolgedessen haben die Finanzaufsichtsbehörden Mühe, mit der sich schnell entwickelnden Welt der Kryptowährungen Schritt zu halten. Verbrecher sind den Behörden bekanntlich immer einen Schritt voraus. Obwohl die deutschen Behörden in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht haben, ist es noch ein weiter Weg bis zur effektiven Bekämpfung von Krypto-Betrug.

So schützen Sie sich

Mit der zunehmenden Nutzung von Kryptowährungen steigt auch das Betrugsrisiko. Es gibt ein paar einfache Schritte, die Sie unternehmen können, um sich vor Krypto-Betrügern zu schützen:

  • Senden Sie niemals Kryptowährungen an eine Adresse, die Sie nicht kontrollieren können. Das mag selbstverständlich klingen, aber viele Menschen sind schon von gefälschten Börsen oder Wallets betrogen worden, die ihnen eine höhere Rendite versprechen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihre digitalen Schlüssel sicher aufbewahren. Wenn Sie diese Schlüssel verlieren, haben Sie auch keinen Zugriff mehr auf Ihre Kryptowährung.
  • Vertrauen Sie niemandem, der Ihnen garantierte Renditen für Ihre Investition verspricht. Krypto Preise sind sehr volatil, und niemand kann die zukünftigen Bewegungen des Marktes vorhersagen.
  • Hüten Sie sich vor Phishing-Betrug. Kryptowährung Betrug erfolgt häufig in Form von Phishing-E-Mails oder Websites, die das Aussehen einer legitimen Website imitieren, um an Ihre privaten Schlüssel oder Anmeldedaten zu gelangen.

Krypto-Betrug: Sie haben Fragen?

Ich habe schon vielen Menschen geholfen, die unter unfairen und unlauteren Geschäftspraktiken wie Identitätsdiebstahl oder Betrug im Zusammenhang mit ihren persönlichen Finanzen gelitten haben – und mein Team hat sich dem Kampf dagegen verschrieben. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie einen finanziellen Verlust erlitten haben. Holen Sie sich eine Ersteinschätzung ihres Falles – ohne Kosten, ohne Verpflichtung.

Ich bin Thomas Feil, Rechtsanwalt mit über 25 Jahren Erfahrung als Fachanwalt für IT-Recht und verfüge über umfangreiche Erfahrungen im Kapitalanlagebetrug und Anlegerrecht.

Ich unterstütze Sie mit meinem pragmatischen Ansatz und meinem praxisnahen Arbeitsstil dabei, Ihr Geld nach einem Trading-Betrug zurückzubekommen.

Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil – 25 Jahre Erfahrung

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