Statement der GVU zu movie2k

Seit vergangenem Mittwoch ist das illegale Streaming-Angebot movie2k im Netz nicht erreichbar. Bei der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) mehren sich die Nachfragen, ob movie2k dauerhaft vom Netz genommen wurde.

Dies kommentierte der GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy: „Wir können im Moment nicht sagen, welche Gründe zu der derzeitigen Nichterreichbarkeit von movie2k führen. Fakt ist, dass die GVU aus dem nach wie vor andauernden kino.to-Verfahrenskomplex sehr umfangreiche Kenntnisse über die Szene der digitalen Hehler gewonnen hat. Dazu gehört auch movie2k. Diese Erkenntnisse stellen wir selbstverständlich den Strafverfolgungsbehörden in geeigneter Weise zur Verfügung. Möglich ist nun, dass diese die Seite abgeschaltet haben. Falls aber die Verantwortlichen von movie2k ihr illegales Angebot selbst abgeschaltet haben sollten, deuten wir das als ein erstes Signal für ihre Bereitschaft, den entstandenen Schaden für die Filmwirtschaft nicht noch weiter zu vertiefen. Maßgeblich für das Ausgleichsinteresse der Geschädigten ist aber, ob solche digitalen Hehler auch helfen, das begangene Unrecht aufzuklären und zur nachhaltigen Eindämmung der andauernden Urheberrechtsverletzungen beizutragen. In solchen Fällen ist die GVU jederzeit zu Gesprächen bereit.“

Movie2k wurde nach Erhebungen des Internetdienstes „Alexa-Ranking“ in Deutschland zuletzt stärker besucht als die Nachrichtenseiten von Spiegel Online. International lag die Website auf Platz 202 der meist besuchten Internetpräsenzen. Das illegale Streaming-Portal enthält kuratierte Datenbankeinträge zu mehreren 10.000 bis 100.000 Dateien mit filmischen Inhalten in insgesamt acht Sprachen. Anfang April machte movie2k allein mehr als 24.000 Spielfilme in deutscher Sprachfassung illegal öffentlich zugänglich.

Die Verantwortlichen solcher illegalen Medienangebote werden von Gerichten zunehmend mit hohen Gefängnisstrafen sanktioniert. So erhielt der Chef von kino.to eine Haftstrafe von vier Jahren, sechs Monaten, der Chefprogrammierer wurde zu drei Jahren, zehn Monaten verurteilt. Das gleiche Strafmaß erging in diesem Jahr gegen einen ehemaligen Betreiber des illegalen Download-Portals torrent.to. Neben solchen strafrechtlichen Sanktionen kann zudem jeder geschädigte Rechteinhaber noch Schadenersatz von den Tätern fordern.

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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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