Social Media und Datenschutz— einmal mehr…

In der Beratungspraxis ist es ein echtes Thema:

Was darf ich als Arbeitnehmer am Arbeitsplatz in Bezug auf die Internetnutzung?

Was darf ich als Arbeitgeber am Arbeitsplatz meines Mitarbeiters in Bezug auf dessen Internetnutzung?

Letztlich fokussiert sich dieses Thema natürlich im Arbeitsrecht, aber insbesondere auch im .

Grundsätzlich gilt, dass der Arbeitnehmer nicht exzessiv und gegebenenfalls noch übermäßig das Internet vom Arbeitsplatz aus für private Zwecke nutzen darf. Dies gefährdet die Arbeitsleistung und damit nicht zuletzt auch die Erbringung der vertraglich gegenüber dem Arbeitgeber geschuldeten Arbeitsleistung.

Ein Anwendungsfall der Internetnutzung sind soziale Netzwerke, die alle aufzuzählen sicher einigen Platz und einige Zeit in Anspruch nehmen würde.

Während die bekanntestens Netzwerke inzwischen auch als Werbeplattformen in Form der dort eingerichteten Nutzerprofile von herhalten, sind andere noch eher unbekannt und werden allein zum privaten Austausch von Nachrichten genutzt.

Diee Netzwerke eint aber insgesamt, dass sie dazu dienen, Informationen sehr schnell, einfach und direkt zugänglich zu machen, entweder nur bestimmten (aus einer “Freundesliste) oder allen, weil man sich gerade besonders über etwas freut oder weil einen etwas insbesondere gerade stört, was man mit Dritten teilen will.

Wichtig ist aber zu erkennen, dass diese schnelle und direkte Kommunikation auch “gefahren” birgt. Hier erkennt man immer wieder, dass gerade in sozialen Netzwerken schnell Informationen veröffentlicht werden, die am Ende vielleicht besser doch noch einmal hätten gelesen und überdacht werden sollen, bevor sie einer großen Anzahl von Bekannten oder einer noch größeren Anzahl auch von mir unbekannten Personen eröffnet werden. Diese betrifft neben einfachen Meinungsäußerungen auch Angaben dazu, wo ich mich mit wem gerade aufhalte, was meine Lieblingsgerichte sind oder wohin ich während meines nächsten Urlaubs fahre.

Problemtaisch wird es aber dann, wenn nahezu unkontrolliert eben nicht nur Informationen über mich, sondenr beispielsweise auch über einen Bekannten oder meinen Arbeitgeber veröffentlicht werden, die aber einer solchen Veröffentlichung nicht zugestimmt haben; eventuell möchte eine Bekannte nicht, dass ihr Mann erfährt, dass sie nicht bei einem geschäftlichen Meeting war, sondern gerade die Mittagspause mit einer anderen person verbracht hat. Eventuell möchte auch einfach ein Geschäftspartner nicht, dass für Dritte angezeigt wird, dass ich mich gerade in seinen Räumlichkeiten aufhalte.

Diese und andere Informationen sind im Zweifel relevante Daten, in Form personenbezogener Daten, diue besonders geschützt sind und bezüglich deren Schutzes sich jeder Nutzer (auch) von sozialen Netzwerken lieber ein mal mehr Gedanken machen sollte, bevor sehr schnell mal wieder gepostet wird: “Hey, bin gerade mit …”.

 

Für Unternehmen ist es wichtig, gerade auch zur Eingrenzung der nach Außen dringenden Informationen Richtlininien zu erstellen, die auch an alle Mitarbeiter bekannt gegeben werden.

 

Gerne beraten wir Sie in Fragen des Datenschutzes! Sprechen Sie uns an!

Feil Rechtsanwlatsgesellschaft mbH

Tel. 0511 47 39 060

Email: kanzlei@recht-freundlich.de

 

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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