Abmahnungen der Kanzlei APW Rechtsanwälte und Notare im Auftrag der Universal Pictures International Germany GmbH – “47 RONIN”

Erst im Dezember lief der Film “47 RONIN” mit Keanu Reeves in der Hauptrolle in den US-amerikanischen Kinos an. Nun wurden bereits die ersten Abmahnungen durch die Kanzlei APW Rechtsanwälte und Notare aus Dortmund verschickt, die im Auftrag des Filmverleihers Universal Pictures International Germany GmbH handeln. Dabei mahnt die Anwaltskanzlei jedoch nicht nur diesen einen aktuellen Film ab, sondern auch andere Werke desselben Verleihs.

Die Schreiben sind stets an den Inhaber des Internetanschlusses gerichtet, der darin aufgefordert wird, pauschal 530,- EUR Schadensersatz zu zahlen sowie eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. APW Rechtsanwälte gehen davon aus, dass der Anschlussinhaber vermutlich selbst für das Filesharing des betreffenden Films in Tauschbörsen verantwortlich ist. So einfach ist es jedoch nicht, denn die Rechtsprechung fällt in dieser Sache durchaus zu Gunsten des angemahnten Anschlussinhabers aus, wenn dieser nachweisen kann, warum er für die vorgeworfene Urheberrechtsverletzung nicht verantwortlich sein kann. So hat ein neueres Urteil etwa gezeigt, dass Eltern als Inhaber des Internetanschlusses nicht für das Filesharing ihres im selben Haushalt lebenden, volljährigen Kindes haftbar gemacht werden können.

Ruhe bewahren und keinesfalls überstürzt handeln

Wer eine solche Abmahnung von APW Rechtsanwälte und Notare erhalten hat, sollte keinesfalls den geforderten Betrag ungeprüft bezahlen und/ oder die Unterlassungserklärung unterzeichnen. Die in dem Schreiben festgesetzte Frist ist absichtlich so kurzfristig gehalten, um den Abgemahnten zu voreiligen Handlungen zu verleiten. Anstatt jedoch wie von APW Rechtsanwälte und Notare gefordert zu handeln, sollten Sie als Betroffener zunächst unbedingt rechtlichen Beistand in Form eines Fachanwalts für IT-Recht suchen. Keinesfalls sollten Sie jedoch die Unterlassungserklärung unterzeichnen, da Sie sich damit lebenslang verpflichten, gegenüber der Universal Pictures International Germany GmbH keinerlei Rechtverletzungen mehr zu begehen. Auch brauchen Sie sich durch den offiziellen, strengen Ton des Abmahnschreibens keine Angst einjagen zu lassen, denn ob Sie tatsächlich zu einer Zahlung verpflichtet sind – und wenn ja, in welcher Höhe – steht überhaupt noch nicht fest. Zudem sind die in vielen Abmahnungen festgesetzten Beträge in aller Regel deutlich zu hoch angesetzt und können durch einen kundigen Rechtsanwalt per Vergleichsregelung verringert werden. Übrigens sollten Sie unbedingt auf ein solches Schreiben reagieren – und es nicht etwa ignorieren – denn anderenfalls könnten Gerichtskosten in Höhe von mehreren Tausend EUR auf Sie zukommen. Ein spezialisierter Fachanwalt hilft Ihnen jedoch gern weiter.

Hilfe bei Abmahnungen

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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