Abmahnung Kanzlei Fareds für 2 Guns Distribution – 2 Guns

Der Film „“ ist nicht nur beliebt, sondern auch Gegenstand von urheberrechtlichen Abmahnungen. Diese werden im Auftrage der Distribution LLC aus den USA verschickt. Als Bevollmächtigte Kanzlei ist die Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Hamburg tätig. In der Abmahnung führt die Kanzlei aus, dass die Firma Two Guns Distribution LLC eine international operierende Filmvertriebsfirma sei. Dieses Unternehmen habe mit Lizenzvertrag vom 28.06.2012 die ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an dem Film „2 Guns“ übertragen bekommen.IMG_0087

Den Anschlussinhabern wird vorgeworfen, sie hätten über eine den Film illegal heruntergeladen und widerrechtlich weltweit für Dritte zum Download angeboten. Dies sei unter anderem ein Verstoß gegen § 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 in Verbindung mit § 19a Urheberrechtsgesetz. Der angebliche Verstoß in der uns vorliegenden Abmahnung stammt aus November 2013.

Wer die Daten ermittelt hat, wird nicht mitgeteilt. Es wird nur darauf verwiesen, dass eine Anti-Piracy-Software den Fall dokumentiert habe. Weitere Einzelheiten werden mal wieder in der Abmahnung verschwiegen. Hier sind sowohl die Kanzlei Fareds als auch andere abmahnende Kanzleien selten auskunftsfreudig. Dies erschwert auch die rechtliche Beurteilung.

In der Abmahnung wird zu recht darauf hingewiesen, dass zwischen der Täterschaft und der Störereigenschaft eines Anschlussinhabers zu unterscheiden ist. Letztendlich wird dann eine Forderung in Höhe von 835,00 € „aufgemacht“. Diese setzt sich aus einer Schadensersatzpauschale in Höhe von 600,00 €, 20,00 € pauschale Ermittlungskosten sowie Anwaltsgebühren in Höhe von 215,00 € zusammen. Des Weiteren wird eine strafbewehrte Unterlassungserklärung gefordert. Damit soll für die Zukunft ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Urheberrechtsverletzungen kommt.

Wichtig ist, dass Sie innerhalb der gesetzten Frist reagieren. Der Unterlassungsanspruch ist der rechtlich und damit auch finanziell kritische Teil. Sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung über den Unterlassungsanspruch kommen, entstehen erhebliche Anwalts- und Gerichtskosten. Dies sollte vermieden werden. Ein Weg kann die Abgabe einer geänderten Unterlassungserklärung sein, die kein Schuldanerkenntnis enthält. Hier ist aber im Einzelfall zu prüfen, ob eine solche Erklärung notwendig ist.

Daneben ist zu prüfen, ob eine Abwehr der Zahlungsforderungen möglich ist. Hier erleben wir eine gewisse Brandbreite. In vielen Fällen ist es erfolgreich, sich gegen den Zahlungsanspruch zu wehren. Zumindest eine Reduzierung der Forderung gelingt in sehr vielen Fällen.

Nutzen Sie unsere kostenlose Hotline unter 0800/1004104. Wir können Ihnen erste Tipps geben, wie mit der Abmahnung umgegangen werden kann.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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