Abmahnung Fareds für Malibu Media – pretty little Belle – Was ist zu tun?

Seit einigen Tagen verschickt die Abmahnkanzlei Fareds Abmahnungen an deutsche Inhaber eines Internetanschlusses, die den Film “Pretty Little Belle” in einer sogenannten Peer to Peer (kurz: P2P) Tauschbörse angeboten haben. Fareds wird dabei für die Firma Malibu Media LLC tätig, die Inhaberin der entsprechenden Urheberrechte gemäß § 19a UrhG ist.

Inhalt der Abmahnung

Im Abmahnungsschreiben wird der Empfänger aufgefordert, eine strafbewährte Unterlassungserklärung abzugeben. Darüber hinaus enthält das Schreiben den Ermittlungsdatensatz, also eine Dokumentation der IP-Adresse, den gerichtlichen Gestattungsbeschluss, mit dem der Provider zur Auskunftserteilung verpflichtet wurde, sowie eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 735,00 Euro für die entstandenen Kosten.

Wie sollte ich auf die Abmahnung reagieren?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Sie in den meisten Fällen nicht um die Abgabe einer Unterlassungserklärung herumkommen werden. Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Abmahnkanzlei Fareds bei der Ermittlung Ihrer Daten nachweislich Fehler unterlaufen sind. Die Abgabe einer solchen Unterlassungserklärung hat zur Folge, dass im Falle der erneuten Zuwiderhandlung eine hohe Vertragsstrafe entstehen kann.

Keinesfalls sollten Sie die Abmahnung jedoch widerspruchslos unterzeichnen. Dadurch akzeptieren Sie sämtliche Bedingungen und Forderungen der Abmahnkanzlei Fareds und schneiden sich alle juristischen Verteidigungsmöglichkeiten ab. Insbesondere können die Kosten der Abmahnung dann nicht mehr nachträglich durch Verhandlung reduziert werden. Letztendlich gehört es zum Geschäftsmodell von Abmahnkanzleien, dass Empfänger einer Abmahnung vorschnell handeln und sämtliche Forderungen aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen akzeptieren.

Ein Ignorieren der Abmahnung ist jedoch ebenfalls keinesfalls anzuraten, da Ihnen hieraus rechtliche und finanzielle Nachteile entstehen können. Stattdessen empfiehlt es sich, einen Rechtsanwalt einzuschalten, der auf die Beratung bei Abmahnungen wegen Filesharing spezialisiert ist, vorzugsweise also einen Fachanwalt für IT-Recht. Dieser wird mit Ihnen die zur Verfügung stehenden juristischen Möglichkeiten in einem meist kostenlosen Erstgespräch erörtern. Welche Schritte letztendlich unternommen werden, hängt immer stark vom Einzelfall ab. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass die Kosten und juristischen Risiken für den Abgemahnten mit der Hilfe eines Rechtsanwalts deutlich reduziert werden können.

Neben den Kosten der Abmahnung selbst kann zumindest bei erstmaligen Abmahnungen insbesondere die Höhe der möglichen Vertragsstrafe bei einer erneuten Rechtsverletzung durch die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung nach dem “Hamburger Brauch” deutlich reduziert werden.

Hilfe bei Abmahnungen

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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