Das Justizministerium in Niedersachsen geht mit Schwerpunktstaatsanwaltschaften gegen Cyberkriminalität vor. Diese sollen in Göttingen, Verden und Osnabrück eingerichtet werden, wie das Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte. Zudem werde das Aufgabenfeld der Zentralen Stelle Organisierte Kriminalität und Korruption (ZOK) bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle erweitert. “Wir brauchen spezialisierte Staatsanwälte, die sich sicher auf dem Spezialgebiet der Computerkriminalität bewegen”, sagte Justizminister Bernd Busemann (CDU).
Damit will die Justiz gegen Straftaten wie Kinderpornographie, Ebay-Betrug, Industriespionage oder Datenklau und dem Hacken von Festplatten bekämpfen, bei der sich Täter die scheinbare Anonymität des Internets zu nutze machen würden. Allein 2010 haben die niedersächsischen Behörden fast 50.000 Fälle von Internetkriminalität registriert.
Zugleich sprach sich Busemann erneut für eine Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung aus. “Ohne Vorratsdatenspeicherung könnten wir die Strafverfolgung in bestimmten Kriminalitätsbereichen de facto einstellen.”






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