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Verlinkung im Rahmen der Meinungs- und Pressefreiheit zulässig

8. Februar 2012

Der bekannte Zeitschriften Verlag “Heise” hatte in einem seiner Artikel auf eine Homepage verwiesen, auf der ein Programm zur Verfügung gestellt wurde, mittels dessen kopiergeschützte Filme vervielfältigt werden können. Dabei wurde auch auf den gesetzlichen Verstoß hingewiesen, welcher durch die Nutzung der Software begründet wurde. Durch öffnen des Links wurde der User zur Software geleitet.

Gegen diesen Hinweis versuchten mehrere Klägerinnen einen Anspruch auf Unterlassung geltend zu machen, da dieser Link eine Möglichkeit zur Umgehung von zeige. Beim BGH blieb die Klage jedoch erfolglos.

Anschließend legten die Klägerinnen Verfassungsbeschwerde ein. Das Bundesverfassungsgericht nahm diese jedoch nicht zur Entscheidung an, da es die Entscheidung des als richtig ansah. Die überwiege durch ihren informationellen Charakter, zudem die technische Verlinkung keinen Dienstleistungsangebot darstelle. Weiterhin sei das Auffinden solcher Software jedem Internet-User mittels Suchmaschinen ohnehin möglich.

Vertiefte Eingriffe in die Urheberrechte der Klägerinnen seien nicht erkennbar.

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Gutachten: Vorratsdatenspeicherung wirkungslos

27. Januar 2012

Eine Studie des Max-Planck-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass die die Aufklärungsquote von Straftaten nicht beeinflusst. Das am Freitag veröffentlichte Gutachten wurde vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegeben. “Die Studie zeigt, dass die Notwendigkeit der nicht empirisch belegt, sondern nur ein Gefühl der Praktiker ist“, sagte Justizstaatssekretär Max Stadler (FDP).

Im Übrigen legen “keinerlei Hinweise dafür vor, dass auf Vorrat gespeicherte Verkehrsdaten in den letzten Jahren zur Verhinderung eines Terrorsanschlags geführt hätten”, heißt es in dem Gutachten. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht sich durch die Studie bestätigt, sich in Deutschland und Europa weiter für eine Alternative zur  einzusetzen. Sie will Telekommunikationsdaten nur nach konkretem Anlass speichern lassen, damit sie Ermittlern bei Bedarf zur Verfügung stehen (“Quick-Freeze-Verfahren“). 

Für die Studie hatte das Freiburger Max Planck Institut für ausländisches und internationales Strafrecht zwischen Mai und August 2010 Interviews mit Ermittlungs- und Polizeibeamten aus allen Bundesländern sowie den Bundesbehörden geführt. Zudem untersuchten die Autoren die Aufklärungsquoten für den Zeitraum 1987 bis 2010. Die Verfasser der Studie verweisen darauf, dass ihr Ergebnis nur eine “Momentaufnahme” sei. “Die Lage ist gegenwärtig gekennzeichnet durch eine noch sehr unsichere statistische Datengrundlage (und) das Fehlen systematischer empirischer Untersuchungen”, heißt es in den Schlussfolgerungen der fast  300 Seiten starken Untersuchung weiter.

Das hatte die gesetzliche Regelung zur im März 2010 für verfassungswidrig und nichtig erklärt, da sie unverhältnismäßig weit in das Grundrecht auf Schutz des Telekommunikationsgeheimnisses eingreife.

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Datenschutz: Keine Aufsicht durch die EU-Kommission

26. Januar 2012

Die von Rheinland-Pfalz und Hessen sehen mit Skepsis, die neuesten Pläne einer europaweiten . Trotz guter Ansätze würde in Brüssel vorgestellte Papier die zu mächtig machen, sagten Rheinland-Pfalz Datenschützer Edgar Wagner und sein hessischer Amtskollege Michael Ronellenfitsch.

Statt einer Verordnung sprachen sich die Datenschützer für eine Richtlinie aus. Diese würde es Deutschland erlauben, seine hohen Standards künftig selbstständig innerhalb eines europäischen Rahmens weiter modernisieren zu können.

Wagner sagte, es stehe außer Frage, dass die bisherige Datenschutzrichtlinie der EU von 1995 durch die technologischen Entwicklungen überholt sei. Allerdings bezweifelt er genauso wie Ronellenfitsch, dass die der richtige Ort für den obersten sei.

Es sei zu befürchten, dass der in der einen geringeren Stellenwert erhalten könnte als derzeit in Deutschland. Der hessische Beauftragte Ronellenfitsch befürchtet weitreichende Folgen. Bürger könnten fortan nicht mehr gegen beim klagen. Außerdem könne der Gesetzgeber nicht mehr eigenständig den modernisieren.

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BVerG: NPD-Flugblätter durch Meinungsfreiheit gedeckt

23. Januar 2012

Das hat in einem Beschluss vom 28.11.2011 (Az.: 1 BvR 917/09) entschieden, dass der Staat grundsätzlich auch scharfe Polemik aushalten muss. mehr lesen

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Kündigung bei der katholischen Kirche

17. Januar 2012

Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen ist im Grundgesetz verankert. Das billigt den Kirchen das Recht zu, Arbeitsverhältnisse nach ihrem Selbstverständnis zu regeln. Kirchliche Mitarbeiter sind zur Loyalität verpflichtet und müssen die religiösen Glaubenssätze beachten. Daraus folgt, dass die Arbeitnehmer von Kirchen aus ihren Job verlieren können.

Als kommen in diesem Zusammenhang die Abtreibung oder die Scheidung in Betracht. Entscheidend dabei ist aber auch die Position, die der Arbeitnehmer innehat. Mitarbeiter in leitenden und hervorgehobenen Ämtern müssen bei Verstößen gegen sittlich-moralische Grundsätze eher mit einem Rauswurf rechnen als einfache Angestellte (vgl. BAG, Urteil v. 08.09.2011 – Az.: 2 AZR 543/10: “Die Wiederverheiratung eines katholischen Chefarztes an einem katholischen Krankenhaus rechtfertigt keine ordentliche Kündigung”)

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BVerG: Preisvorgaben der Bundesnetzagentur für Mobilfunkanbieter zulässig

12. Januar 2012

Das hat in einem Beschluss vom 08.12.2011 (Az.: 1 BvR 1932/08) entschieden, dass die den Mobilfunkanbietern weiterhin Preisvorgaben machen darf. mehr lesen

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BDZV: Vorratsdatenspeicherung gefährdet Quellenschutz

5. Januar 2012

Der hat an die Bundesregierung appeliert die vom Europäischen Parlament beschlossene Richtlinie zur in Deutschland nicht umzusetzen. Die Übertragung der Richtlinie in deutsches Recht drohe das gesetzlich verankerte Zeugnisverweigerungsrecht nachhaltig zu gefährden, warnten die Zeitungsverleger.

Das hatte die gesetzliche Regelung zur im März 2010 für verfassungswidrig und nichtig erklärt, da sie unverhältnismäßig weit in das Grundrecht auf Schutz des Telekommunikationsgeheimnisses eingreife. Rechtsexperten erwarten, dass auch die europäische Richtlinie zur vor dem keinen Bestand haben wird, weil sie gegen die europäischen Grund- und Menschenrechte verstößt, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Gleichwohl will die eine neuerliche Umsetzung dieser Richtlinie in Deutschland im Weg eines Vertragsverletzungsverfahrens erzwingen.

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Deutlich mehr Telefonüberwachungen in Hessen

5. Januar 2012

Die Ermittlungsbehörden in Hessen greifen immer häufiger zum Mittel der . Allein in dem Bundesland hörte die Polizei laut einer Aufstellung des hessischen Justizministeriums im Jahr 2010 in 4071 Verfahren die  von Verdächtigen auf richterliche Anordnung ab. Im Vergleich zum Vorjahr war das eine Steigerung um 10,8 Prozent. Insgesamt wurden 2009 in Hessen 3675 Anschlüsse abgehört. 

Häufigster Anlass für das waren laut dem hessischen Justizministerium Drogendelikte. In 80 Prozent der Fälle begründeten die Ermittlern ihren Antrag mit dem Verdacht auf Betäubungsmitteldelikte, um Festnetz-, Mobil- und Internet-Telefonieanschlüsse zu überwachen. Das Ministerium verwies darauf, dass die richterliche Anordnung einer nur beim Verdacht auf schwere Straftaten zulässig sei. Zudem habe das  Anfang Dezember die im Jahre 2007 erfolgte Ausweitung des Katalogs schwerer Straftaten etwa auf Korruption oder die Verbreitung von Kinderpornografie ausdrücklich gebilligt hat.

Einen deutlichen Anstieg bei der Überwachung verzeichneten die Behörden beim Verdacht der Einschleusung von Ausländern, wo die Zahl der Verfahren im Vergleichszeitraum von fünf auf 93 anstieg. Bei Tatbestand des Einschleusens mit Todesfolge oder des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens stieg die Zahl der Verfahren von sechs im Jahr 2009 auf 28 im Jahre 2010. Bei Delikten wie Mord und Totschlag gab es 371, bei Bandendiebstahl 169 und bei Betrug und Computerbetrug 137 richterliche Anordnungen auf Telefonüberwachungen.

Insgesamt wurden hessenweit 4094 Mobiltelefone abgehört, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um über 50 Prozent. Demgegenüber wurden 458 Festnetzanschlüsse abgehört.

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